Appetitmacher

Warum Essenswerbung dick machen kann

Kerstin Viering

Von Kerstin Viering

Mo, 31. August 2015 um 00:00 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Appetitanregende Werbebilder können Übergewicht fördern. Der Psychologe Jens Blechert von der Universität Salzburg erforscht die Mechanismen hinter diesem Phänomen.

Das Ding sieht einfach zum Reinbeißen aus: Knuspriger Boden, üppiger Belag, gekrönt von geschmolzenem Käse. Wäre jetzt nicht genau der richtige Moment für so eine Pizza? Fast meint man, schon den appetitlichen Geruch in der Nase zu haben. Dabei ist die Verlockung nur aus Papier – ein flaches, aromaloses, duftfreies Werbeplakat.
"Ihre Kraft ziehen diese Bilder aus früheren Erfahrungen, die man mit dem jeweiligen Lebensmittel gemacht hat." Jens Blechert Und trotzdem wirkt es. Genau wie all die anderen Bilder von Speisen und Getränken, die auf Reklametafeln und in Schaufenstern locken, das TV-Programm unterbrechen und einem auf Internetseiten ins Auge springen.

Was aber bewirken all diese optischen Appetitanreger eigentlich im Gehirn? Kann man sich ihren geballten Lockrufen überhaupt entziehen? Oder haben sie zumindest Mitschuld daran, dass immer mehr Menschen mit überflüssigen Pfunden kämpfen? Mit solchen Fragen beschäftigen sich Psychologen um Jens Blechert von der Universität Salzburg.

"Ihre Kraft ziehen diese Bilder aus früheren Erfahrungen, die man mit dem jeweiligen Lebensmittel gemacht hat", erklärt der Forscher. Wenn man beispielsweise einen Burger isst, regt das den Speichelfluss an, der Blutzuckerspiegel steigt, das stoffwechselfördernde Hormon Insulin wird ausgeschüttet – und relativ schnell stellt sich ein angenehmes Gefühl der Sättigung ein. Diese positive Erfahrung merkt sich das Gehirn. Beim nächsten Mal muss man den Burger dann gar nicht ...

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