Sommergespräch

Gottenheim und Merdingen bestehen auf Lärmschutz bei B 31

Manfred Frietsch, Mario Schöneberg

Von Manfred Frietsch & Mario Schöneberg

So, 20. September 2020 um 10:11 Uhr

Gottenheim

BZ-Plus Der Weiterbau der B 31 von Gottenheim bis Breisach ist ein heißes Eisen. Wie sich die Tuniberggemeinden Gottenheim und Merdingen dazu stellen, erklären ihre Bürgermeister im Interview.

Als Nachbarorte verbinden Gottenheim und Merdingen gemeinsame Interessen und auch Probleme. Dazu zählen der Weiterbau der B 31 von Gottenheim bis Breisach, aber auch die Bemühungen um Infrastruktur und Attraktivität für Gäste wie Bewohner der beiden unter 3000 Einwohner zählenden Gemeinden. Darüber sprechen die Bürgermeister Christian Riesterer (Gottenheim) und Martin Rupp (Merdingen) mitten in den Reben des Tunibergs, der ebenfalls Gesprächsstoff bietet.

BZ: Welche Variante des Weiterbaus der B 31 bevorzugen Sie für Ihre Gemeinde?
Riesterer: Gottenheim hat eine modifizierte Variante vorgeschlagen, die an einem runden Tisch entstanden ist. Sie soll erst nach dem Bahnübergang der Straße nach Wasenweiler die Bahn überqueren, und das mit einer Brücke. Das ist vor allem auch aus Naturschutzgründen viel besser als der bisher geplante Trog, der im Moor einen massiven Eingriff bedeuten würde. Die Brücke wäre in diesem Abstand auch im Hinblick auf den Lärm akzeptabel. Gottenheim hat schon bisher für die B 31 und den geplanten Weiterbau viel zugegeben. Die Trasse entlang der Stromleitung lehnen wir ab, ebenso die Tunibergvariante. Diese würde sich wie eine Schlinge um unsere Gemeinde legen und zu einer unerträglichen Verlärmung führen, das ist für mich als Bürgermeister ein K.-o.-Kriterium.
Rupp: Die von Gottenheim vorgeschlagene Variante wäre auch aus Merdinger Sicht begrüßenswert, das haben wir auch der Regierungspräsidentin mitgeteilt. Selbst wenn da ein FFH-Gebiet berührt würde, wäre das machbar, man muss dann für den nötigen Ausgleich sorgen. Die Stromtrasse würde wie in Gottenheim wertvolle landwirtschaftliche Flächen durchschneiden. Und die Tunibergvariante mitten durch einen hochwertigen Naturraum – ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Variante zum Zuge kommt. Zum Lärm: Da muss man sehen, egal ob Schiene oder Straße, es gibt eine Lärmbelästigung. Das heißt, man muss für Lärmschutz ...

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