Pfarrgemeinde hat Einbußen

Großbaustelle Laufenburg

Lea Breitsprecher und Martin Köpfer

Von Lea Breitsprecher & Martin Köpfer

Di, 16. Juli 2019 um 14:34 Uhr

Laufenburg

Die Sanierung der Hännerstraße liegt im Zeitplan. Inzwischen haben die Arbeiten an der Codmanstraße begonnen, was zu Problemen für die Pfarrgemeinde führt.

Im September sollen die Bauarbeiten an der Hännerstraße fertiggestellt sei. "Wir liegen im Zeitplan", sagte Roland Indlekofer, Bauamtsleiter der Stadt Laufenburg, mit Blick auf die Arbeiten an dieser Straße. In unmittelbarer Nähe, der Codmanstraße, wird seit vergangener Woche ebenfalls gewerkelt. Die Arbeiten sollen bis November abgeschlossen sein. Gerade für die katholische Pfarrgemeinde hat diese Baustelle aber ganz erhebliche Auswirkungen.

Die Erneuerung der Codmanstraße durch die Stadt Laufenburg bringt für die Pfarrgemeinde Heilig Geist größere Erschwernisse mit sich. Pfarramt und Pfarrheim sind derzeit nur zu Fuß erreichbar. Deshalb sei das Pfarrheim nur eingeschränkt beziehungsweise gar nicht nutzbar. Weil eine Anlieferung – beispielsweise von Essen und Trinken für Feste – momentan nicht möglich sei, müssten größere Veranstaltungen ausfallen, hat das Gemeindeteam in der vergangenen Woche beschlossen. So können zum Beispiel dieses Jahr die traditionellen Theaterabende im Oktober nicht stattfinden. Auch die Ausrichtung des Pfarrfamilienfestes werde nicht möglich sein, und der "Adventszauber" rund um und im Pfarrheim sei derzeit ebenfalls noch fraglich.

Das Pfarreileben werde dadurch erheblich beeinträchtigt, berichtet der Pfarrgemeinderat. Zudem verursache die Straßensperrung schmerzhafte Einnahmenausfälle, weil das Pfarrheim nicht genutzt werden kann. Auch der Mittagstisch für Senioren muss verlegt werden, er findet nun donnerstags in der Pfarrscheuer Luttingen statt.

Die Arbeiten an der Codmanstraße seien erheblich aufwendiger als ursprünglich angenommen, sagte Bauamtsleiter Roland Indlekofer. In der vergangenen Woche sei der Altbelag entfernt worden als Voraussetzung dafür, die alten Wasserleitungen zu erneuern. Zum Teil müssten auch elektrische Leitung neu verlegt werden. Es habe sich auch gezeigt, dass der Unterbau der Straße sehr schlecht sei, was auch die Gesamtkosten deutlich nach oben getrieben habe.

Die Nachricht dagegen, dass die Arbeiten an der Hännerstraße auf die Ziellinie gehen, dürfte so manchen Anlieger aufatmen lassen, ist doch seit vergangenem September die direkte Anfahrt der Häuser nicht möglich. "Ihre Geduld wurde strapaziert", räumte Indlekofer ein.

Seit bald einem Jahr sind die Bauarbeiter an der Sanierung der Straße nun bereits zugange – ein Projekt, mit dem sich Indlekofer aber insgesamt zufrieden zeigt. "Ein früherer Abschluss wäre schön gewesen, aber angedacht war von Beginn an der Termin Ende September", sagte er auf Anfrage der BZ. Über die Höhe der Kosten könne er derzeit keine Auskunft geben.

Größere Schwierigkeiten seien bei den Bauarbeiten nicht aufgetreten, lediglich von ein paar kleineren "Überraschungen im Untergrund" sprach Indlekofer. Dazu hätten Leitungen aus Altsubstanzen gezählt, sowie die recht spontane Entscheidung von Versorgungsträgern, ihre Infrastruktur in der Straße auszubauen. Dass dies jedoch nicht zu größeren Verzögerungen geführt habe, betonte auch Projektleiter Andree Binninger. Mit Blick auf die noch ausstehenden Arbeiten hebt er insbesondere die Asphaltierung der Straße hervor, die Anfang September beginnen solle. Eine Woche sei eingeplant für die dreilagige Beschichtung der 260 Meter langen Baustelle. Dieser Zeitplan sei einzuhalten, wenn die Witterung beständig bliebe und kein Regen die Arbeiten behindern würde, so Binninger. Anschließend würden noch Straßenüberquerungsanlagen installiert, die Straßenmarkierungen vorgenommen und – in Abstimmung mit dem Straßenbauamt – die Beschilderung angebracht. Erst wenn all diese Arbeiten abgeschlossen seien, könnte die Straße wieder freigegeben werden, so Roland Indlekofer.