Hausmeister entdeckt Rauch

Großeinsatz der Feuerwehren in der Verus-Klinik in Todtmoos

Andreas Böhm

Von Andreas Böhm

So, 28. Juni 2020 um 11:21 Uhr

Todtmoos

Rauchentwicklung in der Verus-Klinik löst einen Großeinsatz aus. Ein defektes Kühlaggregat ist die Ursache. Klinik mit 34 Patienten wird evakuiert.

Ein technischer Defekt an einem Kühlaggregat mit entsprechender Rauchentwicklung in der Todtmooser Verus-Klinik rief am Freitagabend gegen 20.30 Uhr ein Großaufgebot von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und der Landespolizei auf den Plan. Die gesamte Klinik in der Hauptstraße wurde vorsorglich evakuiert. Menschen kamen nach ersten Informationen nicht zu Schaden.

Uwe Kaiser, der Hausmeister der Akutklinik für Psychosomatik und Psychotherapie, setzte den Notruf ab. Kurze Zeit später war die Feuerwehr Todtmoos am Einsatzort. Wie Benjamin Ernst, Kommandant und Einsatzleiter der Todtmooser Wehr gegenüber unserer Zeitung erklärte, konnte die Rauchentwicklung zwar festgestellt, aber zunächst nicht lokalisiert werden.

Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr suchte im Untergeschoss der Klinik im Bereich der Tiefgarage längere Zeit nach der Ursache.

Feuerwehren aus Todtmoos und Herrischried

Schließlich fanden die Einsatzkräfte in einem Technikraum des mehrgeschossigen Gebäudes ein defektes Kühlaggregat, das für die Rauchentwicklung verantwortlich war. In der Zwischenzeit traf zur Unterstützung auch die Feuerwehr aus Herrischried ein. Der Rauch drang zum Glück nicht in die oberen Stockwerke ein, sondern konzentrierte sich auf Technikraum und Tiefgarage. Insgesamt wurden alle 34 Patienten vorsorglich aus dem Gebäude evakuiert. Die DRK Bereitschaft des Kreisverbandes Säckingen und des DRK Ortsverbandes Görwihl kümmerten sich um die Patienten und führten sie in das nahe gelegene katholische Pfarrzentrum. Dort wurden sie vom DRK betreut, bevor sie wieder in die Klinik zurückkehren konnten.

Ein Techniker des Energiedienstes Netze machte die defekte Anlage stromlos.

Zahlreiche Schaulustige

Zahlreiche Schaulustige säumten bei dem Einsatz die Straße, um das Geschehen zu beobachten. An dem Einsatz beteiligt waren die Feuerwehr Todtmoos mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften, die Feuerwehr Herrischried mit zwei Fahrzeugen und elf Mann. Das DRK war mit vier Fahrzeugen und einem Notarzt vor Ort. Anwesend war auch die Landespolizei mit zwei Beamten sowie Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger. Nach knapp 90 Minuten konnte schließlich Entwarnung gegeben werden und die Einsatzkräfte rückten wieder ab.