Um 3.30 Uhr

Großeinsatz in Laufenburg nach Sprung von der Brücke in den Rhein

Martin Köpfer

Von Martin Köpfer

Sa, 08. Mai 2021 um 14:18 Uhr

Laufenburg

Am frühen Samstagmorgen sprang ein Mann in Laufenburg in den Rhein und löste einen Großeinsatz aus. Die Polizei vermutet, dass der etwa 30-Jährige ein nächtliches Bad genommen hat.

Einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsteams hat ein Mann am heutigen Samstag mitten in der Nacht kurz vor 3.30 Uhr ausgelöst. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie der Mann von der Laufenbrücke in Laufenburg in den Rhein gesprungen war und hat umgehend die Polizei informiert. Wie die Polizei auf Nachfrage der Badischen Zeitung mitteilte, hatte es sich später mit Stand 6.30 Uhr herausgestellt, dass es sich nicht um eine Notlage gehandelt habe.

Polizei vermutet, dass der Brückenspringer danach nach Hause gegangen ist

Die Polizei geht davon aus, dass sie den Brückenspringer, der offenbar ein nächtliches Bad im Rhein nehmen wollte, später zu Hause angetroffen hat. Der etwa 30-jährige Mann aus Laufenburg sei nach Polizeieinschätzung wegen dieses Bades wohl von der Brücke gesprungen und sei dann nach Hause gegangen. Mit diesen Vorwürfen von der Polizei bei ihm zu Hause konfrontiert, habe der Mann behauptet, er sei nicht im Rhein gewesen.

Ein Zeuge hatte zuvor, als der Mann in den Rhein gesprungen war, gehört, dass eine weitere Person den Vornamen des Mannes gerufen hat, berichtet die Polizei weiter. Das sei ein eher seltener Name gewesen, was die Polizei darauf brachte, die Wohnung des Mannes aufzusuchen, wo sie ihn auch angetroffen hat.

Um 3.26 Uhr war der Anruf des Zeugen bei der Polizei eingegangen, und die Helfer wurden unsanft aus dem Schlaf gerissen. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Laufenburg und Albbruck, die First Responder aus Laufenburg, das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband Laufenburg, die DLRG Waldshut-Tiengen sowie die deutsche und schweizerische Polizei samt zahlreichen Rettungskräften des DRK. Die Einsatzleitung wurde unterstützt durch Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger und die Mannschaft des Multikopters des Landkreises.

Einsatz dauerte gut zwei Stunden

Mit insgesamt fünf Booten, zwei Helikoptern der Rega beziehungsweise der Bundespolizei, der Drohne des Landkreises Waldshut und mehreren Fuß-Trupps wurde der Rheinabschnitt zwischen der alten Rheinbrücke und dem Kraftwerk Laufenburg nach dem Alarm abgesucht, berichtet das THW Laufenburg.

Trotz der intensiven Suche zu Lande, zu Wasser und auch an Land konnte bei der Suche keine Person gefunden werden. Nach etwa zwei Stunden rückten die Helfer dann wieder ein, berichtet das THW abschließend.