Ortenau

Großfahndung: Auch Elektroschocker sichergestellt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 05. November 2019 um 18:16 Uhr

Ortenaukreis

Im grenznahen Raum zu Frankreich fand am Dienstag eine mehrstündige Fahndungsaktion der Bundespolizeiinspektion Offenburg statt. Mehrere Verstöße wurden festgestellt.

Die Aktion erstreckte sich auch auf die Grenzübergänge bei Rheinau-Freistett, Neuried-Altenheim und Kehl. Zum Einsatz kam auch ein Hubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel aus Oberschleißheim, der mobile Kontrolleinheiten schnell zwischen den Kontrollstellen im Ortenaukreis und im Landkreis Rastatt transportierte. Ziel war die Bekämpfung der illegalen Migration sowie der grenzüberschreitenden Betäubungsmittel-, Waffen- und Eigentumskriminalität.

Die Beamten notierten eine Vielzahl an Vorkommnissen. Hervorzuheben ist die Festnahme eines 38-jährigen Franzosen bei einer Kontrolle im Bereich des Grenzüberganges bei Freistett. Er wurde wegen Sachbeschädigung von der Staatsanwaltschaft Baden-Baden per Haftbefehl gesucht. Da er die fällige Geldstrafe bezahlte, konnte er eine zehntägige Haftstrafe abwenden.

Bei einer Kontrolle auf einem Parkplatz der B 28 bei Kehl wies sich ein 21-jähriger Türke den Beamten gegenüber mit einem italienischen Personalausweis aus, welcher sich bei genauer Betrachtung als Fälschung herausstellte. In der polizeilichen Vernehmung räumte der Mann ein, den Ausweis in Frankreich erworben zu haben. Da Recherchen ergaben, dass er bereits seit mehreren Jahren in Frankreich lebt, musste er wieder zurück ins Nachbarland. Zudem erhält er ein mehrjähriges Einreiseverbot für Deutschland und eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung.

Ebenfalls bei Kontrollen auf einem Parkplatz der B 28 bei Kehl durften zwei Autofahrer nicht mehr weiterfahren, da sie nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis waren. Bei Kontrollen im Bereich der Grenzübergänge bei Freistett und Altenheim wurden jeweils ein verbotener Elektroschocker sowie ein Schlagring sichergestellt.

Neben Kräften der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheiten der Bundespolizei aus Kehl sowie Beamten der Bundespolizeiinspektionen Offenburg beteiligten sich zeitweise auch Beamte des Polizeipräsidiums Offenburg an der Fahndungsaktion.