Klimawandel

Grünflächen sollen gegen Überhitzung von Weil am Rhein helfen

Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Mo, 23. Mai 2022 um 11:03 Uhr

Weil am Rhein

Die Verwaltung im Rathaus hat eine Klimaanalyse ausarbeiten lassen, damit sie einer Überhitzung der Stadt gezielt entgegenwirken kann. Die Planer empfehlen, Grünflächen zu schaffen.

In verschiedenen Quartieren soll mehr Grün angelegt werden, das die Menschen zu Fuß in wenigen Minuten erreichen können. Parkraum in Tiefgaragen könnte Platz dafür schaffen, so die Idee. Dies hatte die Verwaltung am 12. Mai in der Haltinger Ortschaftsratssitzung Haltingen mitgeteilt, weil sich Markus Dembowski (Grüne) danach erkundigt hatte, wie man im Rathaus auf den Klimawandel reagieren will. Im Februar stellte das Planungsbüro IMA die Klimaanalyse dem Bauausschuss vor. Danach werden sich der Haltinger Dorfkern, die Haltinger Wohngebiete westlicher der Bahn und genauso auch Wohngebiete in Altweil, der Innenstadt und Gewerbeflächen in Friedlingen besonders stark aufheizen. Die Planer empfehlen, in diesem Quartieren Grünflächen zu schaffen.

Grundstücksbesitzer sollen Flächen unversiegelt lassen

Außerdem raten die Planer, Kaltluftschneisen frei zu halten. Nach Haltingen strömt etwa kühle Luft vom Tüllinger Berg. Die Erkenntnisse aus der Klimaanalyse würden künftig auch in die Bebauungspläne einfließen, so auch in den Bebauungsplan "Historischer Ortskern Haltingen", berichtete Ortsvorsteher Michael Gleßner.

Die Verwaltung weist in ihrem Schreiben auf weitere Maßnahmen hin, die in der Stadt für Kühlung und bessere Luft sorgen sollen: das Projekt "1000 Bäume in zehn Jahren", die Schaffung von verkehrsberuhigten Bereichen sowie die Entsiegelung von Flächen.

Im Sanierungsgebiet Altweil sollen Grundstücksbesitzer gefördert werden, die unversiegelte Flächen schaffen.

Thomas Bayer wies darauf hin, dass im Haltinger Unterdorf eine große alte Linde gefällt worden sei. Er beantragte, auf dem Platz einen neuen Baum zu pflanzen. Markus Dembowski dankte der Stadt für ihre Stellungnahme. Er empfahl, gegen die verbotenen Schottergärten vorzugehen und – wie anderswo – eine Prämie zu zahlen, wenn ein Anwohner einen solchen "Garten" wieder entsiegelt.