Tag der Muttersprache

Alemannisch mit Migrationshintergrund: Breisgauer aus aller Welt berichten

Gabriele Fässler, Michael Maier, Gerhard Lück, Sophia Hesser, Horst David

Von Gabriele Fässler, Michael Maier, Gerhard Lück, Sophia Hesser & Horst David

Do, 21. Februar 2019 um 09:17 Uhr

Gundelfingen

BZ-Plus Sprache kann Barriere und Verbindung sein. Zum Tag der Muttersprache, den die Unesco seit 2000 am 21. Februar ausruft, haben wir Breisgauer getroffen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.

Eriko Aoyama-Pabel, Gundelfingen
Eriko Aoyama-Pabels Muttersprache ist Japanisch. Genauer gesagt ist es ihre Erstsprache. Denn die jetzige Gundelfingerin ist bilingual mit Japanisch und Englisch aufgewachsen; ihre Familie lebte viele Jahre in den USA. Japanisch spricht sie vor allem noch, wenn sie mit ihren Verwandten in Japan telefoniert oder sich mit Landsleuten etwa im japanischen Freundeskreis trifft. Mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern unterhält sich die 44-Jährige hauptsächlich auf Deutsch und Englisch.



"Aber in der Familie singen wir oft japanische Lieder", sagt die studierte Musikerin. Ihre Muttersprache beherrscht sie noch gut – mit Unsicherheiten bei den verschiedenen Höflichkeitssprachen innerhalb des Japanischen. "Doch dieses komplexe System ist selbst für Japaner, die die Sprache täglich praktizieren, schwierig." Auch hat Eriko Aoyama-Pabel nicht mehr alle Schriftzeichen des Japanischen, das aus mehreren Schriften besteht, im Kopf.

Seit fast zwei Jahrzehnten lebt sie in Deutschland, seit 15 Jahren in Gundelfingen. Am Alemannischen mag sie den Klang und findet, "dass es die Menschen lebendiger macht, wenn sie Dialekt sprechen. Darin zeigt sich Identität." Als sie vor ...

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