Gutachs Ortsmitte verändert sich

Dorothea Scherle

Von Dorothea Scherle

Di, 24. November 2020

Gutach im Breisgau

Gemeinderat passt den Bebauungsplan "Ortsetter Gutach-Nord" an / Kaum Einwände bei der Offenlage / Keine Dachbegrünungen.

. Der Gutacher Gemeinderat beschloss einstimmig die dritte Änderung des Bebauungsplans "Ortsetter Gutach-Nord Teilgebiet Burgerhof I" und verabschiedete die entsprechende Satzung.

Damit ist ein wichtiges Etappenziel für die Neugestaltung des Geländes mitten in Gutach erreicht, auf dem der vor zwei Jahren geschlossene Lebensmittelmarkt steht. Entlang der Kirchstraße nach Süden hin soll, wie schon berichtet, ein größeres Wohngebäude, dahinter in Richtung Norden ein kleineres gebaut werden, ergänzt um eine von den Bewohnern nutzbare Grünfläche.

Mareen Pundt von der Firma "fsp Stadtplanung" erläuterte die Ergebnisse der Offenlage. In deren Verlauf im August, und verlängert in den September, seien nur verhältnismäßig wenige Stellungnahmen eingegangen, überhaupt keine aus der Öffentlichkeit. Nur Träger öffentlicher Belange hätten sich geäußert. Die im Landratsamt angesiedelte Untere Naturschutzbehörde habe keine naturschutzfachlichen Bedenken angemeldet. Fledermäuse seien in den bestehenden Gebäuden nicht gefunden worden. Die ebenfalls im Landratsamt angesiedelte Untere Wasserbehörde habe darauf hingewiesen, dass der westliche Teil der Fläche in einem Gebiet mit signifikantem Hochwasserrisiko liegt (HQextrem) und dass das Gebiet sich außerdem im Bereich des historischen Bergbaus befindet. Wegen der Altlasten dürfe daher zum Schutz des Grundwassers keine Versickerung zugelassen werden. Dies sei aber ohnehin nicht geplant, so Pundt.

Die Untere Wasserbehörde forderte eine grundsätzliche Begrünung der Dächer, um das Regenwasser zurückzuhalten und die Verdunstung zu erhöhen. Da in dem Gebiet aber nur Satteldächer mit einer Neigung von 35 bis 45 Grad zulässig sein werden, werde diese Forderung abgelehnt. Sie sei auf den geneigten Dächern kaum zu realisieren, so Mareen Pundt, zudem wäre sie mit weit höheren Baukosten verbunden. Über diese Stellungnahmen hinaus seien nur noch Standardstellungnahmen eingegangen, die Gewerbeaufsichtsamt, Straßenverkehrsamt und Abfallwirtschaft bei jedem Bauprojekt verschickten.

Nach der Kenntnisnahme dieser Ergebnisse der Offenlage beschloss der Rat die Änderung des Bebauungsplans und die dazu nötige neue Satzung.