Hälfte der Leuchten ist umgerüstet

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 06. Dezember 2019

Ettenheim

Die Stadt Ettenheim hat 53 Prozent der Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt, 2020 sollen weitere folgen.

ETTENHEIM (BZ). Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemission leisten. Auch die Stadt Ettenheim beteiligt sich mit der Umrüstung auf energiesparende LED-Leuchten jährlich an der Initiative. Im November hat die Stadt nach eigenen Angaben weitere Förderzusagen für die Umrüstung im Jahr 2020 erhalten.

Mit der Umrüstung leiste die Stadt Ettenheim einen Beitrag zur Verminderung des CO²-Ausstoßes, wird Udo Schneider, Fachbereichsleiter Tiefbau, in einer Pressemitteilung zitiert. Zusätzlich werde durch die Umrüstung der jährliche Stromverbrauch zum Betrieb der Straßenbeleuchtungsanlage reduziert und Kosten würden eingespart. Ein weiterer Vorteil aus Sicht der Stadt: Während die alten Quecksilberlampen ihr Licht diffus streuen, strahlen die Leuchten mit LED-Technik gezielt auf den Boden. So kommt das Licht dort an, wo es hinsoll. "Das schont die Umwelt, denn die zeitgemäßen Lampen erhellen weniger den Ettenheimer Nachthimmel und stören damit auch weniger nachtaktive Tiere", heißt es in der Mitteilung der Stadt.

In der Stadt und den Ortsteilen gibt es laut Schneider insgesamt 2061 Straßenleuchten. Davon sind aktuell 53 Prozent auf LED umgerüstet. Über Zeitschaltuhren werden sie bedarfsgerecht gesteuert. In einem Zeitfenster zwischen 23.30 und 5 Uhr morgens werden die neuen LED- Leuchten auf 50 Prozent ihrer Leistung gedimmt.

Der Gemeinderat stellt zur Umrüstung auf LED-Leuchten jährlich 50 000 Euro zur Verfügung. In der Hauptstraße und Weinstraße in Münchweier sowie der Münstertalstraße in Ettenheimmünster konnten dadurch im Frühjahr 85 Leuchten von Natriumdampfleuchten auf LED-Technik umgerüstet werden. Die Maßnahmen wurden mit 10 000 Euro aus dem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums bezuschusst. Der Stromverbrauch reduziert sich dadurch um circa 31 000 Kilowattstunden jährlich, teilt die Stadt mit. Der CO²-Ausstoß werden um etwa 19 Tonnen gemindert. Durch die zukünftige Umrüstung (siehe Info) ergeben sich laut Berechnungen der Stadt weitere Einsparungen im Stromverbrauch um etwa 65 000 Kilowattstunden pro Jahr, der CO²-Ausstoß wird um 39 Tonnen vermindert. Daraus errechne sich eine Einsparung im Strombezug von 16 500 Euro, erklärt Schneider. Auch die Leistung der noch vorhandenen Natriumdampfleuchten wird in diesem Zeitraum reduziert, wodurch der Stromverbrauch weiter gesenkt werden soll.