Neue Arbeitsplätze

Herrenknecht plant Erweiterung für Logistik und Forschung in Schwanau-Allmannsweier

Christian Kramberg

Von Christian Kramberg

Mo, 23. Mai 2022 um 17:45 Uhr

Schwanau

Die Herrenknecht AG plant eine Erweiterung. Ein neues Logistikzentrum und ein Gebäude für Forschung und Entwicklung sollen die Wettbewerbsfähigkeit erhalten und festigen.

Bereits im März hatte der Ortschaftsrat Allmannsweier für die Änderung des bestehenden Bebauungsplans Gewerbegebiet votiert. Damit wurde der Weg geebnet für die von der Firma Herrenknecht geplante Erweiterung. Das sich im Privatbesitz befindende Areal grenzt im Norden an das Firmengelände, im Süden/Osten an den Waldweg und im Westen an landwirtschaftliche Flächen.

Logistik bislang dezentral untergebracht

Josef Gruseck, der als Berater für das Tunnelbohrmaschinen-Unternehmen tätig ist, hat im Ortschaftsrat Allmannsweier einen Einblick in die Pläne gegeben. Ein Projekt ist ein neues Logistikzentrum auf einer Fläche von mindestens 15 000 Quadratmetern – mit Potenzial nach oben. Dort soll laut Gruseck der gesamte interne und externe Warenverkehr zusammengefasst werden. "Wir wollen die Prozesse straffen und optimieren." In dem Zentrum sollen – mit Ausnahme der schweren Elemente, die direkt in die Montagehallen transportiert werden – alle Waren im Ziel- und Quellverkehr des Unternehmens zusammengefasst werden; also zum Beispiel alle Komponenten und Kleinteile, die in der Produktion benötigt werden. Das Logistikzentrum soll aber auch den Warenausgang übernehmen, also zum Beispiel die Versorgung der Filialen oder die Auslieferung von Ersatzteilen. Bislang war die Logistik in dem Unternehmen dezentral untergebracht, zum Teil auch in Außenlagern unter anderem auf dem Lahrer Flugplatz.

Erschließung über die Martin-Herrenknecht-Straße

Das neue Logistikzentrum soll auf einem Gelände im Süden des Areals gebaut werden. Es soll über die Martin-Herrenknecht-Straße erschlossen werden, damit, wie Gruseck gegenüber der Badischen Zeitung betonte, der Ort nicht durch den Verkehr belastet wird.

Ein zweites Projekt ist ein Gebäude, in dem die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen des Unternehmens zusammengefasst werden. Es soll auf demselben Gelände wie das Logistikzentrum entstehen, aber auf der westlichen Seite. Alle Technologien des Unternehmens sollen dort weiterentwickelt werden, wie Gruseck erklärt. Dazu zählten auch die Geothermie oder Bohrtechnik für den Abbau von Bodenschätzen.

Die Herrenknecht AG will die beiden Projekte in den nächsten zwei bis vier Jahren realisieren. Das Unternehmen ist im Austausch mit der Gemeinde, Stolpersteine sieht Josef Gruseck nicht. "Die Vorgespräche verliefen alle positiv." Wie der Berater weiter erklärt, werden im Zuge der Investition neue Arbeitsplätze im Entwicklungsbereich geschaffen.