HINTERGRUND

AFP/dpa

Von AFP & dpa

Fr, 19. Februar 2021

Ausland

Die britische Variante in anderen Ländern

Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 des Coronavirus ist in Frankreich mittlerweile weit verbreitet: 36 Prozent aller positiv Getesteten sind jetzt damit infiziert, wie Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend in Paris mitteilte. Vor gut einem Monat lag der Anteil bei rund einem Prozent, allerdings wurden damals die Tests auch weniger auf Mutanten analysiert. Andere Virus-Varianten machen in Frankreich nach Vérans Angaben rund fünf Prozent aus. Im Verwaltungsbezirk Moselle an der Grenze zu Deutschland waren hunderte Infektionen mit der südafrikanischen Variante aufgetreten.

In Spanien gehen etwa 20 Prozent der in den vergangenen Tagen registrierten Neuinfektionen auf die britische Variante zurück. Diese Schätzung nannte Gesundheitsministerin Carolina Darias am Donnerstag in Madrid. Bei der Verbreitung der Variante gebe es große regionale Unterschiede, betonte die Ministerin. So handele es sich etwa in Andalusien schon bei 41 Prozent aller Corona-Neuinfektionen um die zuerst mutierte Variante.

In Dänemark wurde nach Zahlen des Gesundheitsinstituts SSI vom Donnerstag die Mutante B.1.1.7 in 47,4 Prozent der sequenzierten Corona-Proben der Vorwoche entdeckt – damit hat sich dieser Wert nach lediglich knapp 2 Prozent Ende Dezember in eineinhalb Monaten um ein Vielfaches erhöht. Das SSI rechnet damit, dass die Variante Anfang März mehr als 80 Prozent aller Corona-Fälle ausmachen wird.