Südbadischer Mittelständler

Hummel AG erzielt erneut Rekordumsatz

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Mo, 15. April 2019 um 16:27 Uhr

Wirtschaft

Die südbadische Herstellerin von elektromechanischen Komponenten und Heizungszubehör wächst weiter und hat neue Stellen in der Region geschaffen.

Trotz der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage hat die Hummel AG, südbadische Herstellerin von elektromechanischen Komponenten und Heizungszubehör, im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erzielt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, stieg der Umsatz von 71,5 Millionen Euro auf 73,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 2,7 Prozent. "Das ist ein gutes Ergebnis, denn das gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des Jahres 2018 doch etwas eingetrübt", sagte der Vorstandsvorsitzende Holger Hummel.

Bei den elektromechanischen Komponenten – dazu zählen Rundsteckverbinder und Kabelverschraubungen – lag das Umsatzplus bei 5,5 Prozent. Auf diesen Bereich entfallen knapp 75 Prozent des Umsatzes. Die Kunden kommen aus der Automation, dem Maschinen- und Anlagenbau, Sensortechnik oder dem Energiesektor. Stärkster Auslandsmarkt mit einem Anteil von fast 10 Prozent des Gesamtumsatzes ist China, gefolgt von USA/Kanada, Italien und Frankreich. In Italien und Frankreich wuchs der Hummel-Komponenten-Umsatz am stärksten – um zehn Prozent. Die positive Entwicklung sieht Hummel als Folge des mittlerweile hohen Internationalisierungsgrades. Die breite Kundenstruktur verschaffe Hummel wiederum Stabilität. "Das betrachten wir als Vorteil, denn damit sind wir nicht von einigen wenigen Kunden oder Branchen abhängig", sagte der Chef. "Ob sich diese tolle Entwicklung der Auslandsmärkte vor dem Hintergrund zahlreicher politischer Risiken fortschreiben lässt, kann im Moment niemand verlässlich sagen, denn die Unsicherheiten im Markt verstärken sich derzeit wieder", so Holger Hummel.

Trotzdem ist er optimistisch. Verbindungslösungen von Hummel zählen seiner Ansicht nach zu den Schlüsseltechnologien in der Digitalisierung von Produktionsanlagen. Das Heizungszubehör-Geschäft legte um 2,4 Prozent zu. Es macht 13 Prozent des Umsatzes aus.

Hummel beschäftigt weltweit 603 Mitarbeiter (2017: 544), davon arbeiten an den beiden Standorten in Denzlingen und Waldkirch 378 Beschäftigte (2017: 331). Die Tendenz ist weiterhin steigend. Facharbeiter im Bereich der Metall- und Kunststoffverarbeitung hätten gute Chancen, eine Stelle zu bekommen, so das Unternehmen.