Segelschulschiff

Ich und die Gorch Fock: Ein 82-jähriger Freiburger erzählt

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mo, 15. April 2019 um 11:30 Uhr

Deutschland

BZ-Plus Die Gorch Fock hat sein Leben geprägt: Der Freiburger Hans-Jürgen Günther war 1958 dabei, als das Segelschulschiff gebaut wurde. Nun hofft er, dass es wieder flott gemacht wird.

Auf dem Fensterbrett des Souterrainzimmers steht, strahlend weißer Rumpf und weiße Segel, ein kleines Modell des Segelschiffes Gorch Fock. An den Wänden seiner Freiburger Wohnung hängen Bilder – Fotos, Zeichnungen, Gemälde – des einstigen Stolzes der Marine. Daneben sind Abzeichen und, ordentlich aneinandergereiht, Bänder der Marinemützen befestigt. Einst waren sie an den Uniformmützen von Hans-Jürgen Günther angebracht. Der 82-Jährige zeigt eine Schwarzweiß-Aufnahme, das Blatt eines alten Kalenders. Darauf steht, in Reih’ und Glied und in schmucken Marine-Uniformen, die Besatzung der Gorch Fock im Hamburger Hafen – am 23. August 1958, dem Tag der Schiffstaufe.

"Wie das Schiff zu einem Ganzen zusammengefügt wurde, das hat mir sehr gefallen." Hans-Jürgen Günther In Reihe zwei, vierter von links, steht Günther, damals war er 22 Jahre alt. Die Nichte von Gorch Fock, jenem 1916 auf See getöteten Dichter und Marinesoldaten, habe das Schiff damals getauft. Und der Bruder des Namensgebers habe eine Rede gehalten. "Tausende von Menschen waren da, alle Schiffe starteten die Sirenen, es war ein feierlicher Akt."

Zuvor, seit Winter 1958, hatte Günther den Bau des dreimastigen Segelschiffes, das einst den Zehn-Mark-Schein zierte, in der Werft Blohm und Voss aus nächster Nähe miterlebt. Als Mitglied der künftigen Besatzung wohnte er gleich nebenan auf einem Wohnschiff ...

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