Radarkontrollen

Im Freiburger Stadtgebiet gibt es fünf neue Dauer-Blitzer

Jelka Louisa Beule

Von Jelka Louisa Beule

Mo, 30. März 2020 um 20:21 Uhr

Wiehre

Die Stadt Freiburg hat fünf neue Blitzer angeschafft. Geschwindigkeitsverstöße werden nun an insgesamt 19 Stellen gemessen. Erwartet werden Mehreinnahmen von 1,4 Millionen Euro durch Bußgelder.

An gut zwei Dutzend Straßen in Freiburg gilt inzwischen nachts Tempo 30, um den Lärm für die Anwohner zu verringern. Doch nicht alle Autofahrer halten sich an die Regelungen. Deshalb setzt die Stadt Freiburg jetzt auf mehr Kontrollen: Sie hat fünf neue stationäre Blitzer angeschafft, die nun installiert werden. Die Zahl der Starenkästen im Stadtgebiet, die Geschwindigkeitsverstöße messen, steigt damit von 14 auf 19.

Die neuen Blitzer-Standorte befinden sich an der Stefan-Meier-Straße, der Friedrichstraße und der Habsburgerstraße (alle drei Stadtteil Neuburg), an der Zähringer Straße (Zähringen) und an der Hansjakobstraße (Waldsee). In diesen Bereichen dürfen Autofahrer zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens maximal 30 Stundenkilometer schnell sein. Im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung auch noch andere nächtliche Tempo-30-Zonen für die Starenkästen geprüft. Aber die nun ausgewählten Standorte erschienen ihr am sinnvollsten. Etwa weil es in der Stefan-Meier-Straße, so erklärt Rathaussprecherin Eva Amann, viele Beschwerden von Anwohnern gegeben habe und weil Probemessungen gezeigt hätten, dass dort tatsächlich viele Temposünder unterwegs sind. In der Habsburgerstraße stehe der Blitzer in unmittelbarer Nähe zu einem Pflegeheim, dessen Bewohner besonders geschützt werden sollen.

Bestehende ältere Anlagen wurden durch moderne ersetzt

Die fünf neuen Radaranlagen sind Teil eines Verkehrsüberwachungspakets, das der Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen hat. Rund 1,2 Millionen Euro stehen dafür im städtischen Haushalt bereit, einige Punkte sind bereits im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Außer der Installation neuer Starenkästen wurden auch alte Anlagen durch moderne ersetzt. So in der Schwarzwaldstraße auf der Höhe des Jahn-Stadions. "Dort gilt seit einiger Zeit nicht nur nachts Tempo 30, sondern auch tagsüber", sagt Eva Amann: "Die Überwachung ist angezeigt, weil sich in unmittelbarer Nähe ein Kindergarten und ein Zebrastreifen befinden."

Ebenfalls ausgetauscht wurden zwei Anlagen an der Berliner Allee im Freiburger Westen und an der B 31 auf Höhe der Nägeleseestraße. Diese hatten bisher nur Autofahrer erfasst, die bei Rot über die Ampel gefahren sind, nun kontrollieren sie zusätzlich auch die Geschwindigkeit. Insgesamt gibt es im Stadtgebiet sieben Rotlicht-Anlagen. Neu sind zudem zwei komplett ausgestattete Meßfahrzeuge, die Verkehrssünder mobil überwachen.

Rathaus rechnet mit 1,4 Millionen Euro Mehreinnahmen durch Bußgelder

Wo mehr geblitzt wird, gibt es auch mehr Knöllchen. Das Rathaus rechnet 2020 mit 60.000 Verwarnungen zusätzlich, ab 2021 mit 45.000 Fällen – das summiert sich auf rund 1,4 Millionen Euro Mehreinnahmen durch Bußgelder. Zwar benötigt die Stadtverwaltung für die Bearbeitung auch mehr Personal, aber sie rechnet damit, dass sich die Investitionen in die Verkehrsüberwachung Ende 2021 amortisiert haben. Wie viel Geld die Stadt Freiburg insgesamt von Tempo- und Rotlichtsündern kassiert, schwankt stark. 2017 und 2018 waren es jeweils gut 6 Millionen Euro, in den Jahren zuvor je etwas mehr als 4 Millionen Euro.

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