BZ-Serie "Weltkriegsende im Elztal"

Im Frühjahr 1945 spürte man in Elztal die Folgen des Nazi-Wahns

Bernd Fackler

Von Bernd Fackler

So, 05. April 2020 um 16:21 Uhr

Waldkirch

BZ-Plus Tiefflieger, Tote, NS-Terror: Für viele Elztäler waren die letzten Kriegsmonate und -wochen die schlimmsten. Eine Rückschau zum Ende des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren am 8. Mai 1945.

"Büebli, jetz’ kunnt de Hitler on’s Ruder. Donn goht’s uns besser". Was diese Prechtäler Mutter nach dem Kirchgang am 30. Januar 1933 – es war Reichstagswahl – zu ihrem sechsjährigen "Büebli", dem Sohn, sagte, so dachten und sagten damals viele. Ja, der neue Reichskanzler Hitler sorgte für Arbeit und Aufschwung. Zunächst. Schnell aber auch für Diktatur, Terror, Unmenschlichkeit – und 1939 für Krieg. Nach den ersten Blitzsiegen war die Zuversicht noch groß. Spätestens in Russland nicht mehr. Und ab 1944 ahnte man: "Der Krieg ist verloren." Was im Frühjahr ’45 Gewissheit wurde.

Laut sagen durfte man das aber bis zum Schluss nicht: "Fast alle Leute hatten ein Bild vom Adolf auf dem Buffet, aber wir hatten keines. Ich fragte die Mutter, warum. Sie: ’Der Kerli kommt mir nicht dahin!’. Aber 1945 stand auf einmal ein Bild da, die Zeit war so gefährlich", sagte eine Simonswälder Zeitzeugin dem Kreisarchivar Gerhard Auer als Beitrag zum Buch "Die Geschichte von Simonswald".

Die Liste der Toten, ...

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