Immer wieder Alkohol bei Fahrzeugführern

Nikolaus Bayer

Von Nikolaus Bayer

Mi, 24. Juni 2020

Winden im Elztal

Kriminalitäts- und Unfallstatistik für die Gemeinde Winden.

Thomas Dold, Leiter des Polizeipostens Elzach, stellte in der Gemeinderatssitzung Winden ein letztes Mal die jährliche Kriminalitäts- und Unfallstatistik vor. Er geht demnächst in den Ruhestand. Der Gemeinde Winden bescheinigte er auch für 2019 eine äußerst niedrige Häufigkeit an Straftaten. Sie liege weit unter dem Landesdurchschnitt.

Gerade 41 Delikte wurden gemeldet, Tendenz gleichbleibend niedrig. Es gab keine Kapitalverbrechen. Dominant waren erneut Diebstahl und Betrug. Bei Vergehen übers Internet geraten Orte wie Winden, so Dold, durch die Opfer in die Statistik – die Täter sitzen woanders, oft im Ausland, was die Verfolgung in vielen Fällen erschwert und die niedrige Aufklärungsquote von 49 Prozent mit erklärt. Auch in Winden gab es Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Erfreulich sei jedoch, dass es keine Straffälligkeit von Kindern und Jugendlichen gegeben habe und auch Flüchtlinge nicht auffällig waren. Verkehrsunfälle – ohne die 24 Kleinstunfälle, wie etwa Beschädigungen auf dem Parkplatz – nahm die Polizei 26 auf, davon zehn mit Verletzten. Zu zwei Dritteln beteiligt waren Pkw, nur einmal ein Lkw. Fußgänger waren nicht betroffen. Eine besondere Unfallgefahrenstelle stellte sich erneut nicht heraus. Was die Polizei im ganzen Elztal aber ausmachte, sei ein Anstieg des Alkoholisierungsgrads gewesen. Nicht bei jüngeren, sondern bei älteren Personen habe man im Vorjahr immer wieder erhöhte Alkoholpegel gemessen, teilte Dold überraschend mit. Ob es dafür eine bestimmte Ursache gebe, konnte er nicht sagen.