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Immobilienmarkt Ortenau

Immobilien lieber kaufen oder mieten?

  • Fr, 27. Januar 2023, 10:54 Uhr
    PR-Artikel

     

Anzeige Wer träumt nicht vom Eigenheim als Oase der Ruhe und Gemütlichkeit? Doch derzeit ist der Traum oft ein unerfüllbarer Wunsch, denn die Preise für die Finanzierung sind für viele Interessenten zu hoch.

Gemütliches Eigenheim – wann ist es sinnvoll, eine Immobilie zu erwerben? Foto: Wolfgang Künstle
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Denn beinahe über Nacht sind die Kreditzinsen explodiert, wie Andreas Wischnewski, selbstständiger Immobilienbetreuer für Wüstenrot in der Ortenau, erklärt. "Bis vor einem Jahr waren wir bei einem Prozent – jetzt liegen wir bei vier Prozent", was bedeutet, dass sich der monatliche Zins vervierfacht hat. Kosteten 100.000 Euro vor einem Jahr noch gut 80 Euro Zins, sind es heute mehr als 300 Euro pro Monat. So ist manche Finanzierung im hohen sechsstelligen Bereich unerschwinglich geworden.

So stellt sich die Frage, ob die Miete nicht doch die bessere Alternative ist, bei Immobilieninteressenten immer öfter. "Die Entscheidung muss zum Lebenskonzept passen", sagt Wischnewski. Grundsätzlich ist ein Kauf insofern besser, als dass man die Raten abbezahlt und einem am Ende die Immobilie gehört – bei der Miete ist das Geld verloren." Die Miete sei dennoch interessanter bei Menschen, die sich noch nicht dauerhaft für einen Wohnort entschieden hätten und generell gerne spontaner lebten und beispielsweise öfters auf Reisen gingen. Denn die Kosten der Mietwohnung sind besser planbar, größere Maßnahmen für Renovierung und Instandhaltung sind Sache des Vermieters. So hat der Mieter keine bösen Überraschungen zu befürchten, wenn beispielsweise die Heizung ausfällt. Das Bilden von größeren Rücklagen ist unnötig. Die Miete sei auch dann eine sinnvolle Option, wenn dem Kunden mehrere hunderttausend Euro Schulden beängstigend vorkämen.

Die derzeit hohen Kreditkosten machten den Immobilienerwerb lediglich für finanzkräftige Interessenten wieder attraktiv, wie Wischnewski erklärt. "Bis vor Kurzem bekam man oftmals nicht einmal einen Besichtigungstermin, weil die Nachfrage so groß war. Nun ist der Markt eingebrochen, es gibt nur noch wenige Interessenten, wodurch der Käufer bessere Karten hat, ein gewünschtes Objekt zu erhalten und letztlich auch über den Preis zu verhandeln."

Sorgen macht sich Wischnewski derzeit um viele Immobilienbesitzer, bei denen die Prolongation, also die Verlängerung der Finanzierung ansteht. "Viele Banken haben Zehn-Jahres-Verträge zu einem besonders niedrigen Zinssatz angeboten, die gut bezahlbar waren. Wenn diese Zeit abgelaufen ist, müssen sie womöglich eine Anschlussfinanzierung abschließen, die ein Vielfaches kostet. Da werden einige Hausbesitzer in Not geraten", fürchtet der erfahrene Immobilienberater – insbesondere, weil in den ersten zehn Jahren nur wenig vom ursprünglichen Betrag getilgt wurde.

In jedem Fall empfiehlt Wischnewski, sich frühzeitig umfassend beraten zu lassen. "Wüstenrot bietet mit dem Wohnsparen eine interessante Form des Bausparens an, mit der sich in manchen Fällen auch extreme Preiserhöhungen vermeiden lassen", sagt Wischnewski. Entscheidend sei, jeden Einzelfall gründlich zu prüfen. Entwarnung kann der Finanzierungsexperte vorerst nicht geben. "Wir gehen davon aus, dass sich die Kreditkosten nur geringfügig senken und sich der Markt bei drei Prozent einpendeln wird", sagt Andreas Wischnewski.
Mehr Informationen unter www.immobilienmakler-suedbaden.de.

Ressort: PR-Artikel

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