Impfungen in Seniorenheimen laufen weiter

Alexander Huber

Von Alexander Huber

Di, 19. Januar 2021

Müllheim

Impfstoff weiterhin knapp.

Nach dem Start kurz vor dem Jahreswechsel in der Gevita-Seniorenresidenz in Müllheim gehen die Impfaktionen in Seniorenheimen des Markgräflerlands weiter. Wie Bernd Gugel, der in Müllheim eine Corona-Schwerpunktpraxis betreibt, der BZ berichtete, konnte dieser Tage die zweite Impfrunde für Bewohner und Mitarbeiter in der Gevita-Residenz abgeschlossen werden. Wie schon in der ersten Runde sei auch diesmal alles gut über die Bühne gegangen. "Wir haben keinerlei Akutreaktionen nach den Impfungen festgestellt", erklärte der Mediziner.

Diese Woche noch soll laut Gugel ein mobiles Impfteam das Seniorenzentrum St. Georg in Neuenburg besuchen. Die Vorbereitungen in Einrichtungen des Evangelischen Sozialwerks Müllheim stünden ebenfalls kurz vor dem Abschluss, so dass auch dort bald mit Impfaktionen begonnen werden könne. Gugel wies nochmal auf den hohen Aufwand hin, der im Vorfeld für die Aufklärung der zu Impfenden beziehungsweise ihrer Angehörigen oder Betreuer sowie für die Dokumentation der Impfaktionen betrieben werden muss.

Insgesamt lobt Gugel die Organisation der Impfungen. "Wir sind gut im Rennen." Nach wie vor ist indes die geringe Menge des Impfstoffes der Flaschenhals. "Wir müssen immer noch priorisieren", so Gugel, der bedauert, dass es für Senioren außerhalb von Einrichtungen nach wie vor schwer sei, einen Impftermin zu bekommen. Auch die Impfung von Pflegekräften in den ambulanten Diensten wäre sehr wünschenswert. Positiv bewertet der Mediziner die baden-württembergische Strategie, die Impfdosen aufzuteilen, so dass jedem Geimpften die zweite Auffrischungsimpfung nach drei Wochen garantiert werden kann.