Konzerte

In der Region sind einige Tribute-Bands auf Tour

René Zipperlen

Von René Zipperlen

So, 05. Januar 2020 um 00:00 Uhr

Rock & Pop

Der Sonntag So irritierend das ist: Auch Rockstars sind sterblich. Auf ihre Musik muss man im Konzert dennoch nicht verzichten: Tributebands haben sich scharenweise der Nachlasspflege verschrieben.

Gerade sind viele unterwegs, mit Musik von AC/DC, den Ramones, Bowie oder Brel.

David Bowie
Einen Rollenspieler zu spielen, ist kulturtheoretisch schon ein Fall fürs Diskursmagazin Spex, verlangt aber auch mehr als den Ritt auf der Nostalgiewelle. Im Freiburger E-Werk tritt am Mittwoch, 8. Januar, 20 Uhr, das Septett Heroes an, David Bowies wandlungsfähiges Repertoire durchzuspielen, mit allen Hits wie "Space Oddity", "Let’s Dance" und – natürlich – "Heroes". Den Höllenjob, sich am großartigen Sänger und Performer Bowie messen zu lassen, übernimmt souverän Jonas Kalnbach. Tickets zu 16, ermäßigt 12 Euro unter http://www.bz.ticket.de

AC/DC
Längst Kultstatus genießen in Freiburg die schweißtreibenden Auftritte von Hole Full of Love, den wohl besten und heißesten AC/DCs nach AC/DC (Freitag, 10. Januar, 20 Uhr, Jazzhaus Freiburg). Sie haben dem Original gegenüber freilich einen großen Vorteil: Sie können auf Alben verzichten, auf denen die australischen Hard-Rock-Blueser zur Coverband ihrer selbst geworden sind und konzentrieren sich folgerichtig auf die stilbildende Bon-Scott-Ära der 70er Jahre. Neu im Programm ist der Album-Dauerbrenner "Back in Black" – so, wie ihn der Ursänger der Band hätte singen können, wäre er nicht zu sterblich gewesen. An der Abendkasse gab es bei Redaktionsschluss noch Restkarten für 23 Euro.

The Ramones
Hier müssen vor allem die Haare sitzen, die Jeans eng genug sein, die Jacken ledrig und die Turnschuhe durch: Wenn die Nitrones in der Raumstation Sternen in Auggen zu Gast sind (Samstag, 11. Januar), geht es um die Paten der New Yorker Punk-Szene, die Ramones. Auf dem Programm der Schweizer stehen alle Hits der rohen Schnellschredder von "Blitzkrieg Bop" bis "Rock ’n’ Roll High School". Infos unter http://www.sternengalaxie.de

Brel
Im ganz strengen Sinne ist Jaap Achterberg natürlich keine Coverband, sondern Interpret. Weil er aber mit seinem jazzig angelegten Quartett in der Arlesheimer Trotte (Freitag, 10. Januar, 20 Uhr) Lieder des großen Chansonniers Jacques Brel singt, machen wir eine Ausnahme. Außerdem bringt er als Holländer die nötige Kehligkeit naturbedingt mit. Achterberg belässt es auch nicht beim Singen, er erzählt auch Anekdoten und mehr aus Brels Leben. Karten zu 30 Franken an der Abendkasse oder unter http://www.tadl.ch

Classic Rock
Mit etwas Goodwill zählen auch The Cube zu den Tribute-Bands, sie widmen sich aber nicht einer Gruppe, sondern einem Genre, das man SWR1-Classics nennen könnte: Den Klassikern aus Rock & Pop. Hitgarantie satt also am Samstag, 11. Januar, 20.30 Uhr in der Kulturmühle Mehlsack in Emmendingen. raz