Baden-Württemberg

Innenminister Strobl fordert mehr Nutzung von FFP2-Masken im Land

dpa

Von dpa

Mi, 13. Januar 2021 um 07:10 Uhr

Südwest

Im ÖPNV und Einzelhandel in Bayern müssen Bürger ab Montag FFP2-Masken tragen. Im Südwesten fordert der Innenminister nun auch, dass mehr FFP2 getragen wird – etwa in Pflegeheimen.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hat sich für eine verschärfte Maskenpflicht auch im Südwesten ausgesprochen. "FFP2-Masken sind schon eine stark infektionsschützende Maßnahme. Da haben wir Luft nach oben", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Er reagierte damit auf den Beschluss in Bayern, wonach das Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel von Montag an Pflicht ist.

"Wenn ich daran denke, wie eng sich die Menschen in manchen S-Bahnen zusammendrängeln müssen, wäre hier auch eine FFP2-Maske hilfreich." Thomas Strobl, Innenminister
Strobl setzt allerdings etwas andere Prioritäten: "Zunächst sollten in Pflegeheimen und medizinischen Einrichtungen nur noch FFP2-Masken getragen werden", sagte der Innenminister. Die Pflicht sollte auch Besucher und Patienten umfassen. Da reiche eine herkömmliche Mund-Nase-Bedeckung aus Stoff nicht mehr aus.

Darüber hinaus gebe es Orte mit einem gesteigerten Infektionsgeschehen, an denen ebenfalls die FFP2-Maske getragen werden müsste. "Zum Beispiel in Flugzeugen würde ich zwingend eine FFP2-Maske vorschreiben. Dort wird der Mindestabstand ja nicht eingehalten." Im Öffentlichen Nahverkehr sei die bessere Schutzmaske ebenfalls eine gute Idee: "Wenn ich daran denke, wie eng sich die Menschen in manchen S-Bahnen zusammendrängeln müssen, wäre hier auch eine FFP2-Maske hilfreich."

Auf die Frage, ob überhaupt genügend FFP2-Masken im Handel zur Verfügung stünden, um viel mehr Menschen als bisher zu versorgen, sagte der Minister: "Das ist inzwischen gewährleistet."



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