International für Sprachnormung tätig

Winfried Köninger

Von Winfried Köninger

Sa, 11. September 2021

Ortenaukreis

Jochen Schuck, seit 30 Jahren gelernter Ohlsbacher, kann am Sonntag seinen 90. Geburtstag feiern.

. Jochen Schuck, seit 30 Jahren gelernter Ohlsbacher, feiert am Sonntag seinen 90. Geburtstag. An seiner Seite Ehefrau Ilse, sie sind 63 Jahre verheiratet. Seine Wanderleidenschaft führte ihn in die Ortenau.

Auf dem Weg einer mehrtägigen Wanderung von Baden- Baden nach Gengenbach machten sie bei der "Kapelle Maria im Weinberg" oberhalb Ohlsbachs halt, warfen einen Blick ins vordere Kinzigtal und sahen unterhalb das Neubaugebiet "Hubfeld" liegen. Da ziehen wir hin, war ihre spontane Entscheidung. Sie kauften tags darauf sich einen Bauplatz. Seit 1991 bewohnen sie dort ihr Eigenheim.

Beruflich war der Sprachwissenschaftler beim Bundessprachenamt tätig. Dort lernte er auch seine Frau kennen, die dort als Dolmetscherin arbeitete. Sein weiterer Berufsweg führte ihn nach Bonn, wo er als Regierungsdirektor seiner Behörde deutscher Vertreter in nationalen und internationalen Gremien für Sprachnormung war.

Für die Region engagierte sich Jochen Schuck in seinem Ruhestand. Er war Schriftführer des Historischen Vereins Mittelbaden, Autor heimatgeschichtlicher Beiträge, unter anderem über Ohlsbacher Kleindenkmäler, und über die 100-jährige Geschichte des Historischen Vereins. Er war Wanderführer bei historischen Exkursionen und heimatgeschichtlicher Begleiter bei Lehrfahrten.

Noch heute pflegt der geistig und körperlich rüstige 90-Jährige seinen Garten, zieht noch alle Sommerblumen selbst heran und mäht regelmäßig den Rasen. Besorgungen in Offenburg erledigt er immer noch mit dem Fahrrad. "Aber kein E-Bike" betont er.

"Aus dem Land des "Steinhägers" und "Doppelkorns" bin ich schon als achtjähriger nach Rheinhessen zu meinem Onkel gezogen, der ein Weingut bewirtschaftete. Seither ließ der Wein mich nie mehr los", sagt er. Wenig, aber regelmäßig ist seine Devise. Seine Weinleidenschaft war dann auch der Grund, dass er sich als 78-Jähriger der Ortenauer Weinbruderschaft als Gründungsmitglied anschloss. Dort bringt er sich bis zum heutigen Tage als engagiertes Mitglied ein.