Jugendwehr fest integriert

Norbert Sedlak

Von Norbert Sedlak

Di, 16. Juli 2019

Weil am Rhein

Nachwuchsriege der Feuerwehr feiert Jubiläum / Aktive übertragen Jugend früh Verantwortung.

WEIL AM RHEIN (nos). Fröhlicher Hochbetrieb herrschte am Sonntag beim Tag der offenen Tür der Abteilung Stadt, verbunden mit dem 40-jährigen Bestehen der Jugendwehr. Den ganzen Tag über waren bei der Feuerwache jede Menge Aktionen, aber auch unterhaltende Beiträge geboten.

Der Spielmannszug spielte unter Leitung von Michael Schiessel zum Frühschoppen auf. Die Musiker erhielten für ihre schmissigen Melodien viel Applaus.

Die Fahrzeuge – vom Einsatzleitwagen bis hin zum Löschwagen mit der Drehleiter – waren alle auf Hochglanz poliert. Führungen durch die Wache und Schulungsräume gehörten ebenso dazu, wie eine informative Ausstellung über die Arbeit und Aufgaben der Abteilung. Dazu gab es bei Stefan Kirn theoretische und praktische Feuerlöschvorführungen.

Der absolute Höhepunkt für die jungen Gäste war jedoch eine Fahrt im Feuerwehrauto. Pausenlos waren Peter Hoferer und Kevin Schlageter im Einsatz, um mit dem Nachwuchs mit Blaulicht und Martinshorn einige Runden zu drehen, dafür nahmen die Kinder auch 30 Minuten und mehr Wartezeit in Kauf.

"Die Kinder und die Jugendlichen stehen heute im Vordergrund", betonte Stadtbrandmeister Frank Sommerhalter. Derzeit seien 27 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr. "Wir hoffen, dass mehr als die Hälfte davon in den aktiven Dienst überwechselt", sagte er. Das Ziel der Veranstaltung sei, neue Mitglieder für den Feuerwehrdienst zu gewinnen.

Aber auch der Spielmannszug brauche dringend Verstärkung, bemerkte Michael Schiessel, die Instrumente würden zur Verfügung gestellt. OB Wolfgang Dietz gratulierte Jan Schützenmeister, dem Leiter der Jugendfeuerwehr und überreichte für die Jungblauröcke Eintrittskarten fürs Laguna. Seit rund zehn Jahren ist Jan Schützenmeister in der Jugendfeuerwehr aktiv, ihm zur Seite stehen Daniel und Max Nordmann, Florian Schiessel, Finn Dietrich und Thomas Keller.

Nicht nur bei den Vorbereitungen des Festes halfen die zehn- bis siebzehnjährigen Nachwuchsfeuerwehrkameraden kräftig mit, auch bei den einzelnen Stationen wie Kistenstapeln, Hüpfburgen, Torwandschießen, Hula-Hup-Reifen oder bei den Wasserspielen übernahmen sie Verantwortung. Gerold Engler erklärte am Modell eines "Rauchhauses", was bei einem Feuer oder bei Rauchentwicklung zu tun sei. In der angenehm temperierten Fahrzeughalle fanden die zahlreichen Besucher Platz, wo sie mit Grillspezialitäten bewirtet wurden.

Den richtigen Gebrauch von Feuerlöschern erklärte und demonstrierte Stefan Kirn. Die wichtigste Maßnahme sei im Brandfall, Ruhe zu bewahren, betonte er. Denn unbedachte Handlungen in Panik könnten unter Umständen einen Brand sogar noch beschleunigen. Brennende Pfannen oder Töpfe lösche man am besten mit dem Deckel oder einem Geschirrhandtuch. Mutige Zuschauer durften die gestellten Feuer löschen. Es sei alles reibungslos verlaufen, zog Abteilungskommandant Björn Wissler ein positives Fazit.