Videoüberwachung

Kameras in der Freiburger Innenstadt bleiben vorerst außer Betrieb

Manuel Fritsch

Von Manuel Fritsch

Mi, 20. Mai 2020 um 14:40 Uhr

Freiburg

Weil derzeit kaum nächtliche Straftaten begangen werden, bleiben die Kameras im Bermudadreieck ausgeschaltet. Eigentlich hätten sie, nach langem Hin und Her, im März in Betrieb gehen sollen.

Insgesamt 16 Kameras hängen inzwischen in der Freiburger Innenstadt zwischen KaJo, Niemensstraße und der unteren Bertoldstraße in Richtung Stadtbahnbrücke. Doch wird es noch länger dauern, bis sie auch wirklich filmen. Wie die Polizei mitteilt, wurde die Videoüberwachung bisher nicht angeordnet.

Grund dafür ist, dass aufgrund der geschlossenen Bars und Diskotheken in der Innenstadt wesentlich weniger Besucher unterwegs sind, folglich auch wesentlich weniger Straftaten begangen werden. Zwar lasse sich das bisher nicht an konkreten Zahlen festmachen, der Rückgang des Besucheraufkommens sei jedoch augenscheinlich, erklärt Polizeisprecherin Laura Riske.

Zu wenig Kriminalität für die Videoüberwachung

Weil es aber für die Kameraüberwachung im öffentlichen Raum ein erhebliches Mehraufkommen von Straftaten brauche, sei diese gerade nicht angezeigt. Allerdings stehe die technische Ausstattung bereit, "so dass eine Inbetriebnahme möglich ist, sobald sich die Situation in der Innenstadt wieder ändert", heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Die Kameraüberwachung sollte im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Land ursprünglich schon im Frühjahr 2018 starten. Jedoch verzögerten erst rechtliche, dann technische Schwierigkeiten den Start. Zuletzt hieß es, die Kameras würden im März eingeschaltet, dann kam jedoch Corona dazwischen.

Geplant ist, dass die Videoüberwachung immer Abends um 22 Uhr beginnt und bis 6 Uhr morgens läuft. Die Aufnahmen müssen dann nach zwei Wochen gelöscht werden.

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