Futteraktion

Kastaniensammlung für den Winter im Niederweiler Wildgehege

Alexander Huber

Von Alexander Huber

Mo, 10. Oktober 2022 um 18:24 Uhr

Müllheim

Das Wildgehege bei Niederweiler ist ein beliebtes Ausflugsziel. Besucher können jetzt wieder Kastanien für das Winterfutter mitbringen. Außerdem hat das Damwild Gesellschaft bekommen.

Für das Damwild-Gehege zwischen Niederweiler und Lipburg werden wieder Wintervorräte in Form von Rosskastanien gesammelt. Wie in den Jahren zuvor steht ein Sammelcontainer am Gehege, in den die mitgebrachten Kastanien geschüttet werden können. "Rosskastanien sind ein nährstoffreiches Winterfutter für die heimischen Wildtiere", schreibt Klaus Richter, der zum kleinen Team der Gehege-Betreuer gehört. Hauptfutter im Winter ist Heu, aber die Kastanien sind ein hoch willkommenes Zufutter. Wer möchte, kann als Kastanienspender seine Kontaktdaten (Name und Telefonnummer) hinterlassen: Es findet auch wieder eine Verlosung mit interessanten Preisen unter den Sammlern statt.

Übrigens hat das Damwild in diesem Jahr Gesellschaft bekommen. Seit dem Frühjahr leben vier Mufflons in dem Gatter – zwei männliche Tiere mit eindrucksvollen Hörnern und zwei Weibchen. Mufflons sind Wildschafe, die in verschiednen Mittelgebirgsregionen Deutschlands vorkommen und ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen. Genau wie dem Damwild schmecken ihnen auch Kastanien als Wintermahlzeit.

Das Damwild-Gehege, das sich unterhalb der Verbindungsstraße zwischen Niederweiler und Lipburg befindet, ist ein beliebtes Ausflugsziel – vor allem bei Familien mit Kindern. Die Tiere sind teilweise handzahm, die Verantwortlichen wollen das Füttern nicht verbieten, appellieren aber an das Verantwortungsbewusstsein der Besucher, keine für die Tiere schädlichen Futtermittel mitzubringen. In Ordnung sind Karotten, Äpfel oder Maiskörner, keinesfalls aber sollte altes Brot verfüttert werden. "Das ist nicht wiederkäuergerecht und schimmelt schnell", sagt Klaus Richter.

Im vergangenen Jahr gab es umfangreiche Erneuerungsarbeiten am Gehege, das in zwei Teile gegliedert ist. Insgesamt umfasst das Areal rund zwei Hektar und bietet den Tieren ein schönes, abwechslungsreiches Terrain, das auch über ausreichend Rückzugsmöglichkeiten verfügt. Ein kleiner Pavillon bietet Informationen über Damwild speziell und heimische Wildarten allgemein. Damwild, das deutlich kleiner ist als Rotwild, eigne sich gut zur Haltung in Gefangenschaft, erklärt Klaus Richter. Natürliche Bestände gibt es im Markgräflerland keine, ohnehin werden die Hirschbestände in Baden-Württemberg aus forstwirtschaftlichen Gründen streng kontrolliert.

Hinweis: Wer das Wildgehege besuchen will, möge bitte nicht direkt zum Gehege hinunter fahren, sondern sein Auto am Seitenstreifen der Lipburger Straße (K 4947) abstellen. Oder am besten gleich zu Fuß oder mit dem Fahrrad ankommen.