Katholische Gemeinde stellt sich auf Veränderung ein

Heinz Vollmar

Von Heinz Vollmar

Mo, 20. Januar 2020

Grenzach-Wyhlen

Beim Neujahrsempfang gab es vom Dekanat und Vorsitzenden zur Entwicklung im Zuge der Pastoral 2030 auch optimistische Töne.

GRENZACH-WYHLEN. Die katholische Kirchengemeinde blickt trotz der sich abzeichnenden Veränderungen im Zuge des Projekts Kirchenentwicklung 2030 (Pastoral 2030) im Erzbistum Freiburg zuversichtlich in die Zukunft.

Pastoral 2030 steht über allem
Beim Neujahrsempfang der katholischen Kirchengemeinde zeichneten am Sonntag der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Michael Oertlin wie auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates aus Weil am Rhein, Sigrid Fuchs, ein Bild ihrer Kirchengemeinden, das angesichts der Pastoral 2030 doch noch Mitwirkungsmöglichkeiten für die jetzigen Gemeinden signalisiere. Fuchs bezog sich dabei auf einen Brief, welchen der Dekanatsrat, in dem sie gemeinsam mit Michael Oertlin vertreten ist, an den Erzbischof gesandt habe. Darin würden die Sorgen und Nöte, aber auch die Hoffnungen der Kirchengemeinden im Zuge der Pastoral 2030 zum Ausdruck gebracht. Der Erzbischof hatte diesen Brief auch persönlich beantwortet, was im Dekanat als gutes Zeichen gewertet wurde.

Kein Zweifel blieb für Fuchs aber trotzdem daran, dass die zukünftige "Pfarrei", die man dann jedoch so nicht mehr bezeichnen könne, so groß wie der Landkreis Lörrach sein wird. Beide Kirchengemeinderatsvorsitzenden gingen beim Neujahrsempfang aber dennoch davon aus, dass für die im März neu zu wählenden Pfarrgemeinderäte und Pfarrgemeinderätinnen eine wie bisher verlaufende Legislaturperiode gegeben sein wird. Alles, was danach komme, müsse sich aber vor allem mit der Frage beschäftigen, wie sich die Pastoral 2030 und mithin der Bereich der Seelsorge in der römisch-katholischen Kirche vor Ort auswirke und gestalten lasse. In diesem Zusammenhang erwähnten beide auch die Gründung von Gemeindeteams, welche die eigentlichen Aufgaben vor Ort organisieren sollen. In Weil am Rhein gebe es diese Teams bereits seit Jahren, so Sigrid Fuchs beim Neujahrsempfang.

Höhepunkte und Visionen
Als Höhepunkte im Jahr 2019 in der katholischen Gemeinde bezeichnete Michael Oertlin die Besetzung der Stelle des ökumenischen Jugendreferenten sowie die Arbeit der Sozialstation, dies sehr gut vonstatten gehe. Lobend erwähnte er das Resultat aus der Sternsinger-Aktion 2020 und die Arbeit der dafür Verantwortlichen.

Die gemeinsame Arbeit im Vorstand des Dekanatsrates lobten Sigrid Fuchs und Michael Oertlin. Sie erlaube auch, Visionen zu entwickeln, die über die jeweiligen Gemeindegrenzen hinweg gehen, was sehr wichtig sei. Erfreut zeigte sich Oertlin darüber, dass beim Empfang neben Bürgermeisterstellvertreter Alexander Drechsle auch Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde wie auch der ausscheidende Geistliche Alfred Klassen zugegen waren. Dankesworte richtete er an alle ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde sowie an die Ministranten, die mit für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgten.

Musikalische Erlebnisse bot das René Heckendorn-Quartett mit dem bekannten Grenzacher Gitarristen Claus Timmer. Die Musiker überraschten das begeisterte Publikum mit weltlichen Klängen aus dem Genre des Jazz und Swing.