Kefer: Konzept greift zu kurz

Markus Zimmermann

Von Markus Zimmermann

Mo, 07. Oktober 2019

Teningen

E-Mobilität in Teningen.

TENINGEN (mzd). Die Elektromobilität soll in der Gemeinde gefördert werden. Grundlage des Ausbaus soll ein E-Mobilitätskonzept sein. Der Gemeinderat hat jetzt die Firma EnBW beauftragt, dieses für 35 000 Euro zu erarbeiten. Das Projekt wird zu 80 Prozent aus Bundesmitteln gefördert. Vier Räte stimmten dagegen. "Das Konzept geht nicht weit genug", sagte Michael Kefer (UB/ÖDP).

Untersucht werden soll nun, wie viele Elektrofahrzeuge es in der Gemeinde gibt. Dabei sind vor allem der kommunale Fuhrpark und das Carsharingangebot im Blick. Daneben soll ermittelt werden, wie gut das Netz der öffentlichen Ladesäulen ausgebaut ist. Daraus soll ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden.

Kefer kritisierte, dass ein Mobilitätskonzept weit mehr berücksichtigen, zum Beispiel den ÖPNV und andere, alternative Fortbewegungsmittel wie das Fahrrad. Zudem sehe er die E-Mobilität nicht als Zukunftsmodell – er räumt der Wasserstofftechnologie mehr Zukunftschancen ein. "Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, wie zukünftig noch mehr Verkehr aussehen soll, sondern wie Verkehr reduziert wird", so Kefer.

Das Konzept sei nur ein Baustein", entgegnete Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker. Wenn die Gemeinde im Hinblick auf mögliche Förderungen ein E-Mobilitätskonzept erstelle, bedeute dies nicht, anderes aus dem Blick zu verlieren. "Wir sind ja auch bei der Wasserstoffthematik am Ball", sagte Holger Weis, der Umweltschutzbeauftragte. Hagenacker rechnet damit, dass die Kosten rentierlich sind, da dies Voraussetzung für darauf aufbauende Förderprogramme sei.