Keine Beleuchtung am Schwarzen Weg

Horatio Gollin

Von Horatio Gollin

Fr, 24. Juni 2022

Rheinfelden

Aus Rücksicht auf die Insekten verbietet sich eine Ausleuchtung der beliebten Veloroute / Bank soll aufgebaut werden.

. Bei der Stadtteilbegehung in Oberrheinfelden klärten die Vertreter der Stadtverwaltung viele offene Fragen der Mitglieder des Bewohnerbeirats. Verschiedene Anliegen der Beiräte können einfach erledigt werden, andere müssen erst noch geprüft werden. An der Stadtteilbegehung in Oberrheinfelden beteiligten sich zahlreiche Vertreter der Stadtverwaltung.

Lob seitens des Bewohnerbeirats Oberrheinfelden gab es für die neu aufgestellten Schilder in der Karl-Fürstenberg-Straße, die das Parken nur für Autos erlauben. Ordnungsamtsleiter Dominik Rago führte an, dass auch teilweise die Markierungen für Parkbuchten schon vorgenommen wurden. Es werde noch eine Lärmmessung durchgeführt und je nach Ergebnis könne dann dort Tempo 30 angeordnet werden. Ein Radweg ist aber auch künftig nicht in der Ka-Fü geplant. Die Situation für Radfahrer dürfte sich verbessern, wenn dort keine Lastwagen mehr parkten. Allerdings erwartete Rago, dass sich das Problem mit den parkenden Lastwagen nur verlagern werde.

Hans-Werner Birkel vom Bewohnerbeirat erkundigte sich, ob der von vielen Fußgänger und Radfahrer frequentierte Schwarze Weg ausgebaut werden könne. Zudem würden sich die Leute eine Straßenbeleuchtung und zusätzliche Sitzbänke wünschen. Tiefbauabteilungsleiter Tobias Obert erklärte, dass eine Verbreiterung des Wegs nicht möglich sei, da die angrenzenden Grundstücke nicht der Stadt gehörten. Auch einer Beleuchtung erteilte er mit Hinweis auf nachtaktive Insekten eine Absage.

Sandra d‘Elia vom Bewohnerbeirat verwies darauf, dass auch der Radweg zwischen Römerstraße und Cranachstraße beleuchtet werde und der Schwarze Weg ein Schulweg sei. Obert meinte, dass es große Bedenken seitens der Stadtplanungs- und Umweltabteilung bezüglich einer Beleuchtung gebe und auch andere Schulwege nicht beleuchtet sind. Eine zusätzliche Bank könne aber aufgestellt werden.

Sören-Gemeinderat Jörg Moritz-Reinbach führte gerade an, dass zunehmend Motorroller den Schwarzen Weg befuhren, als die Gruppe prompt einem Jugendlichen auf seinem motorisierten Gefährt Platz machen musste. Rago sagte zu, dass das Ordnungsamt vermehrt auf dem Schwarzen Weg kontrollieren werde. Birkel fragte, was auf der Richterwiese gebaut werden solle und ob dabei die Grünflächen erhalten blieben. Obert erklärte, dass der Bebauungsplan Grendelmatt III schwierig in der Aufstellung sei, da die Seveso-II-Richtlinie gilt. Die Hoffnung sei, dass Ende des Jahres der Aufstellungsbeschluss gefasst werden könne. Am Schwarzen Weg solle aber ein Grünbereich erhalten bleiben. Die neu angelegte Zufahrt ins künftige Baugebiet in der Dürrenbachstraße werde oftmals zum Parken missbraucht, weshalb Fußgänger auf die Straße ausweichen müssen, sagte Moritz-Reinbach. Obert meinte, dass dem mit einem Piktogramm entgegengewirkt werden könne.

Aus Sicherheitsgründen wurden verschiedene Spielgeräte auf dem Spielplatz Schwedenstraße abgebaut und auch der Sandspielbereich ist in die Jahre gekommen, sagte Günther Schmidt vom Quartiersmanagement. Mit den Einwohnern solle der Ersatz geplant werden. Obert sagte, dass die Mittel hierfür noch angemeldet werden müssen. Schmidt führte an, dass von Senioren auch eine Boccia-Anlage gewünscht werde. Diese können hinter dem Zaun zum Fußballfeld angelegt werden, da das Grundstück der Stadt gehöre. Die Anlage könne über das SAK Lörrach angelegt werden und verursache der Stadt keine Kosten. Obert mahnte an, dass zunächst der Boden wegen Dioxin beprobt und unter Umstände das Erdreich teuer entsorgt werden müsse.

Zur Abschlussbesprechung versammelte sich die Gruppe in der Mensa im Campus-Gebäude. Andreas Kramer, Koordinierungsstelle Ganztagsschule und Betreuung, führte aus, dass auf dem Campus Beschattung und Sitzmöglichkeiten fehlten. Der Campus hätte gute Raummöglichkeiten, die aber nicht genutzt würden. Er sagte, dass es den in der Vergangenheit schon angedachten Campusmanager brauche, damit auch außerhalb der Schulzeiten Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene etabliert und so der Campus mit Leben gefüllt werden könne. "Man könnte viel mehr daraus machen", stimmte Evelyn Raffler vom Bewohnerbeirat zu.