Fünf junge Störche sterben im Regen

mad,swo

Von Markus Donner & Sebastian Wolfrum

Do, 23. Mai 2019

Kirchzarten

Tief "Axel" führt zu Nässe und Kälte in Kirchzartener Nest.

KIRCHZARTEN (mad/swo). Die fünf Jungstörche auf dem Turm der Kirche St. Gallus in Kirchzarten sind tot. Sie haben das Tief "Axel" mit dem Dauerregen nicht überlebt. Diese traurige Nachricht hat "Storchenmutter" Waltraud Maurer am Mittwoch der BZ übermittelt. Noch unklar ist, wie es in den Storchennestern in Stegen und Zarten aussieht, da es dort keine Webcams gibt.

"Die Freude bei den Kindern und Storchenfreunden war groß, als die Störchin Ulla fünf Eier legte", so Waltraud Maurer. "Alle Jungstörche sind planmäßig geschlüpft." Bis auf das Kleinste hätten sich alle gut entwickelt. Warum sich die Störchin bei dem Dauerregen nicht auf ihre Jungen gesetzt hat, wisse man nicht. "So waren die kleinen Störche Tag und Nacht dem schlimmen Regen ausgeliefert", bedauert Maurer, die nun hofft, dass in diesem Jahr die üblichen Patenschaften den Jungstörchen in Zarten oder Stegen gewidmete werden können, soweit diese überlebt haben sollten.

"Es gab wohl in mehreren Orten tote Jungtiere. Den genauen Überblick haben wir aber noch nicht. Zum Teil gab es einen Totalausfall", sagt Gustav Bickel vom Verein Weißstorch Breisgau. Regen und Kälte kann eine tödliche Kombination für die Jungvögel sein. Zwei Tage lang hat es in der Region durchgeregnet. Die kleinen Störche werden durchnässt, nachts wird es kalt, die Tiere können sterben. "Zum Glück ist es nicht so frostig wie vor zwei Jahren. Aber die Temperaturen sind trotzdem problematisch, wenn die Tiere so nass sind", sagt Bickel. Hinzu komme, dass auch die Altstörche nasses Gefieder haben. Das wird zum Problem, da dann der Flaum an der Bauchseite die Jungen nicht mehr wärmen kann.