Hilfsaktion

Kolpingfamilie Kirchzarten sammelt alte Schuhe und Smartphones ein

Gerhard Lück

Von Gerhard Lück

Fr, 22. März 2019 um 15:37 Uhr

Kirchzarten

Die Kolpingfamilie Kirchzarten sammelt in diesem Jahr wieder alte Schuhe ein und versendet diese dorthin, wo sie benötigt werden. Dieses Mal können auch ausgediente Handys abgegeben werden.

Der große Erfolg von 2017, als 4.237 Paar Schuhe zusammen kamen, ermuntert die Kolpingfamilie Kirchzarten jetzt wieder dazu, die Bevölkerung des Dreisamtals aufzurufen, die eigenen Schuhschränke durchzuforsten und alle nicht mehr benötigten, aber noch guten Schuhe für ihre Aktion "Mein Schuh tut gut" zu spenden. Damit verbunden ist diesmal die Aktion "Ran an die Handys", bei der ausgediente Handys und Smartphones abgegeben werden können.

"Gebrauchte Schuhe sind nicht wertlos und gehören nicht in den Müll. Sie können in vielen Ländern der Erde noch Gutes bewirken." Paul Schweitzer
Am Samstag, 6. April, richten die Helfer dazu in Kirchzarten, Oberried, Stegen und Buchenbach vier Sammelstellen ein. Die Kirchzartener Kolpingfamilie beteiligt sich damit wieder an einer bundesweiten Aktion der Internationalen Kolping-Stiftung. Paul Schweitzer, der Kolpingfamilie-Vorsitzende, sagt dazu: "In Deutschland werden jährlich über 600 Millionen Paar gebrauchte Schuhe aussortiert. Daraus entsteht ein riesiger Schuhberg, was eine immense Belastung für die Umwelt darstellt. Gebrauchte Schuhe sind jedoch nicht wertlos und gehören nicht in den Müll. Sie können in vielen Ländern der Erde noch Gutes bewirken." Kolping sammle bundesweit gebrauchte Schuhe, die in der Kolping-Recycling-GmbH in Norddeutschland sortiert würden. Sommerschuhe gingen nach Afrika, Winterstiefel in kalte Regionen – ein Einkommen für dortige Händler und gute, günstige Schuhe für die Menschen.

Auch ausgediente Handys und Smartphones können abgegeben werden

Viel Gutes kann auch mit den Handys und Smartphones geschehen. "In ihnen sind wertvolle Erze und Metalle verbaut", sagt Schweitzer. "Das sind Rohstoffe, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo abgebaut werden." Die gespendeten Handys würden recycelt, um die wertvollen Rohstoffe zu erhalten. Akkus und Ladekabel könnten ebenfalls abgegeben werden.

"Wir helfen mit, Müll und wertvolle Rohstoffe einzusparen", so Schweitzer, "und können sehr einfach unsere Solidarität mit den Schwachen in unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringen." Missio Aachen unterstützt mit der Handy-Aktion Hilfsprojekte im Kongo.
Schuhe und Handys können am Samstag, 6. April, 9 bis 13 Uhr, in Kirchzarten im Katholischen Gemeindehaus, in Oberried und Stegen in den Pfarrsälen und in Buchenbach im Gemeindehaus St. Agatha abgegeben werden. Die Schuhe müssen noch tragbar sein, gereinigt und paarweise gebündelt sein.