"Night of Light"

KOMMENTAR: Gemeinsam gegen die Krise

Martin Wendel

Von Martin Wendel

Mo, 22. Juni 2020

Kenzingen

Zum Nichtstun verdammt seit dem Lockdown am 10. März – die Unternehmen der Veranstaltungswirtschaft hat die Corona-Krise frontal und mit aller Wucht getroffen. Für eine Branche, die auf aktuelle und teure Technik angewiesen ist, wird der monatelange Zwang, so gut wie nichts tun zu dürfen, schnell zur Existenzfrage. Denn nichts tun heißt eben auch nichts verdienen. Die von den Initiatoren der Aktion "Night of Light" genannten Zahlen verblüffen zumindest diejenigen, die nicht öfter mit Unternehmen aus dem Eventbereich zu tun haben. Dass ein ganz offensichtlich gewichtiger Wirtschaftszweig aber in der öffentlichen Wahrnehmung eine weit geringere Rolle spielt als so manch andere Branche, die sich lautstark in den Debatten um Rettungsschirme und Finanzhilfen bemerkbar machte, zeigt, wie wichtig die jetzt initiierte gemeinsame Aktion ist. Ganz nebenbei bescheren die gut 6100 Firmen den Menschen in der eventarmen Corona-Zeit auch noch einen echten Hingucker. Viele Menschen, die sonst bei Veranstaltungen unter anderem die Dienstleistungen der Eventbranche genießen, dürften es danken mit entsprechender Unterstützung im Internet und den sozialen Medien. Schwarm-Lobbyismus sozusagen. Man darf gespannt sein, ob und wie die Politik reagiert.