Krankheit und Kunst

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 15. September 2021

Emmendingen

Ausstellungen im ZfP.

(BZ). Ab Donnerstag, 16. September, präsentiert das Psychiatriemuseum zwei neue Ausstellungen. Zunächst präsentiert der Arbeitskreis Psychiatriegeschichte und Ethik Baden-Württemberg die Ausstellung "Künstler-Patienten und -Patientinnen aus Württemberg und Baden. (Aus-)Wege und (Selbst-)Verwirklichung". In dieser Ausstellung werden Menschen porträtiert, die auf ihre individuelle Art und Weise die Kunst auf verschiedenen Gebieten bereichert hätten, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung. Allen gemeinsam sei, dass sie in ihrem Leben psychische Erkrankungen erfahren hätten. Diese Erkrankung setzte bei manchen der hier vorgestellten Künstlerinnen und Künstlern eine Zäsur in ihrer kreativen Schaffenskraft, bei anderen scheint die künstlerische Produktivität zur Verarbeitung der Erkrankung oder zum Alltag überhaupt gehört zu haben.

Darüber hinaus präsentiert das Alamannenmuseums Vörstetten die Sonderausstellung "Verehrt, verwendet, vergessen. Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte." Die Ausstellung richte den Blick auf die Alemannenforschung der Universität Freiburg und auf das dort herausgegebene NS-Hetzblatt "Der Alemanne", so die Presseinformation.

Bei den "Alamannen" handele es sich letztlich um eine archäologisch nachgewiesene (tote) Kultur ohne Traditionsanknüpfung an die Gegenwart, während das Alemannische eine bis heute existierende lebendige Sprach- und Brauchtumskultur darstellt, die sich in Süddeutschland, der Schweiz und dem benachbarten Elsass erst nach dem Ende der Antike über Jahrhunderte hinweg in seiner Eigenständigkeit entwickelt hat.

Information: Psychiatriemuseum Emmendingen, Neubronnstraße 25, Emmendingen, geöffnet 16. September bis 31. Dezember, jeweils mittwochs, 15-17 Uhr, Führungen nach Terminvereinbarung beim Veranstalter Förderverein Psychiatriemuseum Emmendingen, Tel. 07641/4612030,, E-Mail: patientenfü[email protected]