"Wir alle sind solidarisch"

Susanne Ehmann

Von Susanne Ehmann

Do, 11. September 2014

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

BZ-INTERVIEW:Halina Tomkiv zur aktuellen Lage in der Ukraine.

GOTTENHEIM/STEGEN. Die Lage im Osten der Ukraine ist dramatisch. Und wie geht es den Menschen im Westen? Wie ist der Alltag in einem Land, in dem Krieg herrscht? Halina Tomkiv arbeitet für die in Gottenheim und Stegen ansässige Renate-Merkle-Stiftung und lebt in der ukrainischen Stadt Lemberg. BZ-Mitarbeiterin Susanne Ehmann schilderte sie die momentane Lage.

BZ: Wie geht es Ihnen in Lemberg?

Tomkiv: In Lemberg selbst ist es ruhig, ich habe keine Angst auf die Straße zu gehen. Aber natürlich macht sich die Situation jeden Tag bemerkbar.

BZ: Wie zum Beispiel?

Tomkiv: Männer werden eingezogen und müssen in den Krieg. Nachbarn, Bekannte und Freunde. Es ist fürchterlich, das von den Ehefrauen und Müttern zu hören, das wünscht man keinem. Jeden Tag wird in den Gottesdiensten gebetet. Einige kommen nicht mehr lebend zurück: Wöchentlich kommt ein Flugzeug mit erschossenen jungen Menschen. Mal sind es drei, mal sieben oder zehn. In Lemberg sind bisher 50 oder 60 Männer umgekommen. Und das sind nur die ...

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