Der vergessene Ahne des Apfelbaums

Klaus Nasilowski

Von Klaus Nasilowski

Mo, 25. Februar 2013

Kreis Lörrach

EXPERTE ZUM THEMA: Der Holzapfel, ein kleines gedrungenes Gehölz, das Trockenheit und Frost verträgt, ist der Baum des Jahres.

LÖRRACH. Dieses Jahr hat die Silvius Wodarz Stiftung eine seltene Gehölzart zum "Baum des Jahres" gekürt: den Wildapfel Malus sylvestris, auch Holzapfel genannt. Der kleine, fünf bis acht Meter hohe Baum ist ein heimisches Gehölz und war einst von Skandinavien bis zum Mittelmeer verbreitet. Er wächst an lichten Standorten als dichtes, gedrungenes Gehölz und verträgt Trockenheit ebenso wie Frost.

Im Gegensatz zum Kulturapfelbaum besitzt der Holzapfel ähnlich wie Weißdorn oder Schlehe dorniges Fruchtholz. Zahlreiche Tierarten verzehren seine kleinen, holzigen und sauren Apfelfrüchte. Vögel brüten in den dichten Kronen des Baumes. Auch unseren Vorfahren, den Germanen, hat der Holzapfel als Nahrung gedient. Kernfunde an Ausgrabungsorten bestätigen dies. Der römische Naturkundler Plinius schrieb dazu: "Es gibt in Germanien wildes Obst mit wenig angenehmen Geschmack und schärferem Geruch. Auch wegen seiner Herbheit tadelt man es." Die Römer hatten nämlich bereits den viel besser schmeckenden Kulturapfel ...

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