Kunst, die unter die Haut geht

Annette Mahro

Von Annette Mahro

So, 08. Dezember 2019

Kunst

Der Sonntag Die menschlichen Kehrseiten des Kapitalismus im Museum – "Circular Flow" in Basel.

Die Ausstellung "Circular Flow. Zur Ökonomie der Ungleichheit" im Basler Kunstmuseum – Gegenwart ist ein politisches Statement. Sie sprengt die Grenzen des Kunstbegriffs und frisst sich unter die Haut.

Es braucht keine Horrorbilder im eigentlichen Sinn. Den 15-Stunden-Akkordtag chinesischer Wanderarbeiter in Echtzeit gefilmt zu erleben und ihnen über die Schulter und die unter dunkelblauem Baumwollstaub verschwindende Nähmaschine zu blicken, reicht allein fast aus, um sich das Ausmaß dessen vor Augen zu führen, was die Kehrseite von oder die Bedingung für grenzenlosen Profit und Konsum auf der einen Seite der Welt ist: Billiglöhne und extreme Lebens- und Arbeitsbedingungen auf der anderen. Seinem Werk hat der chinesische Dokumentarfilmer Wang Bing den lapidaren Titel "15 Hours" gegeben. Damit ist fast schon alles gesagt.

Es ist müßig zu diskutieren, ob das nun Kunst ist und ins Museum gehört oder nicht. Eine gerade Linie ...

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