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afp, dpa

Von afp & dpa

Fr, 23. April 2021

Wirtschaft

Keine Boni für Vorstand? — EuGH stärkt Fluglinien — Finanzaufsicht greift ein — Mehr Pakete in den Zug

DEUTSCHE BAHN

Keine Boni für Vorstand?

Im Gegenzug für geplante Staatshilfen in der Corona-Krise sollen die Vorstandsmitglieder der Deutschen Bahn auch für das Geschäftsjahr 2021 auf variable Vergütungsbestandteile, Sonderzahlungen, Erfolgsbeteiligungen und andere gesonderte Vergütungen verzichten. Das fordert der Haushaltsausschuss des Bundestags. Wegen der Corona-Krise hatte der Vorstand des bundeseigenen Unternehmens für 2020 keine Boni erhalten.

FLUGGASTRECHTE

EuGH stärkt Fluglinien

Ein Passagier, dessen Flug auf einen nahe gelegenen Flughafen umgeleitet wurde, hat keinen pauschalen Anspruch auf Entschädigung. Das gelte, wenn der Ersatzflughafen in unmittelbarer Nähe des ursprünglichen Ziels liege, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Fall eines Mannes, der im Mai 2018 von Wien nach Berlin geflogen war. Sein Flug verspätete sich und konnte wegen des Nachtflugverbots nicht mehr in Tegel landen, sondern wich nach Schönefeld aus.

CREDIT SUISSE

Finanzaufsicht greift ein

Wegen Problemen bei Lieferketten-Finanzierungsfonds muss die Credit Suisse ihr Kapital auf Druck der Schweizer Finanzaufsicht um 1,9 Milliarden Franken aufstocken. Hintergrund ist die Pleite der Greensill-Bank, mit der die Schweizer Großbank die Fonds gemeinsam aufgelegt hatte. Hinzu kommt nun der Ausfall des Hedgefonds Archegos, der den Zürchern im ersten Quartal eine Belastung von 4,4 Milliarden Franken (rund 4 Milliarden Euro) und im zweiten Quartal von weiteren 600 Millionen Franken beschert.

DEUTSCHE POST DHL

Mehr Pakete in den Zug

Die Deutsche Post DHL will langfristig 20 Prozent ihrer Pakete in Deutschland mit der Bahn transportieren lassen und so den Kohlendioxidausstoß verringern. Bisher werden zwei Prozent der Pakete in Güterzügen befördert. Außerdem will der Konzern den Elektrotransporter Streetscooter doch bis mindestens Ende 2022 herstellen. Grund sei die konzernintern hohe Nachfrage. Ursprünglich sollte die Produktion schon 2020 eingestellt werden.