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dpa, afp

Von dpa & afp

Do, 02. Juli 2020

Wirtschaft

Wertvollster Autobauer — Verkauf in Einzelteilen — Farbgranulate sind weg — Merkel offen für Quote — Kein Werk in der Türkei

TESLA

Wertvollster Autobauer

Tesla-Aktien haben am Mittwoch zeitweise den höchsten Stand ihrer Geschichte erreicht. Mit knapp 210 Milliarden Dollar Börsenwert ist Tesla laut Finanzdatendienstleister Bloomberg nun vor Toyota der am höchsten gehandelte Autobauer der Welt.

WIRECARD

Verkauf in Einzelteilen

Der in einen milliardenschweren Bilanzskandal verwickelte Dax-Konzern Wirecard wird voraussichtlich zerlegt und verkauft. Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé meldete, dass es bereits zahlreiche Interessenten gebe. Am Mittwoch suchten Staatsanwälte, Polizisten und Computerfachleute in fünf Firmengebäuden in Deutschland und Österreich nach Beweisen für mutmaßlich frei erfundene Scheingeschäfte. Der Aufsichtsrat entließ Wirecard-Chef Markus Braun nachträglich fristlos.

CLARIANT

Farbgranulate sind weg

Der Schweizer Chemiekonzern Clariant mit Sitz in Muttenz hat sein Geschäft mit Farbgranulaten für die Kunststoffproduktion für 1,56 Milliarden Dollar an den US-Konzern Polyone verkauft. Zusammen mit dem bevorstehenden Verkauf des Pigmentgeschäfts ergebe sich daraus eine Sonderausschüttung von 3 Franken je Aktie für die Aktionäre, teilte Clariant mit.

FRAUEN IN VORSTÄNDEN

Merkel offen für Quote

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist offen für eine verbindliche Frauenquote in Vorständen großer Unternehmen. "Ich halte es für absolut unzureichend, dass es immer noch börsennotierte Unternehmen gibt, in denen nicht eine einzige Frau im Vorstand ist", sagte Merkel im Bundestag. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) plant eine gesetzliche Frauenquote. In der Union gibt es aber Vorbehalte.

VOLKSWAGEN

Kein Werk in der Türkei

Der VW-Konzern stoppt seine Pläne für ein neues Werk in der Türkei. "Hintergrund ist der durch die Corona-Krise erfolgte Einbruch der globalen Automobilnachfrage", teilte der Autobauer mit. Der Bau der Fabrik bei Izmir mit 4000 Arbeitsplätzen war so gut wie beschlossen, lag zuletzt aber auf Eis. Nachdem Kritik an der türkischen Politik in Nordsyrien und an der Menschenrechtslage in dem Land laut geworden war, hatte VW gezögert.