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dpa

Von dpa

Do, 29. Oktober 2020

Wirtschaft

Weniger Verbindungen — Bund zahlt 31 Millionen — Automobil verschoben — 9,50 Euro ab Januar — Zulassung in den USA

NACHTZÜGE

Weniger Verbindungen

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen coronabedingt vorübergehend den Großteil ihrer Nachtzüge nach Deutschland ein. Vom 8. November bis zum 2. Dezember entfallen alle Nightjet-Verbindungen aus Österreich und der Schweiz nach Deutschland mit Ausnahme der Strecke Wien-Berlin, wie ein ÖBB-Sprecher sagte.

THOMAS-COOK-PLEITE

Bund zahlt 31 Millionen

Als Ausgleich für geplatzte Reisen mit dem insolventen Anbieter Thomas Cook hat der Bund bisher gut 31 Millionen Euro gezahlt. In 21 100 Fällen hätten Pauschalreisende bereits Geld zugesprochen bekommen, teilte das Justizministerium mit. Bis 15. November können Anträge gestellt werden.

CORONA-FOLGE

Automobil verschoben

Die Messe Automobil in Freiburg, eine der erfolgreichsten Automobilmessen Deutschlands, wird verschoben. Dies kündigte die Interessengemeinschaft Freiburger Autohäuser und die Messe Freiburg an. Die Messe soll anstatt im Februar 2021 zu einem späteren Zeitpunkt im Sommer oder im Herbst stattfinden. Hintergrund sind die steigenden Corona-Infektionszahlen, die keine zuverlässige Planung zuließen.

MINDESTLOHN

9,50 Euro ab Januar

Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2021 auf 9,50 Euro brutto in der Stunde. Zum 1. Juli 2021 wird er dann auf 9,60 Euro, zum 1. Januar 2022 auf 9,82 und zum 1. Juli 2022 auf 10,45 Euro angehoben. Das beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch mit einer Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Derzeit liegt die Lohnuntergrenze bei 9,35 Euro brutto. UNKRAUTVERNICHTER

Zulassung in den USA

Die US-Umweltbehörde EPA hat den Unkrautvernichter Dicamba trotz Kritik für fünf Jahre genehmigt. "Mit der Entscheidung haben Landwirte die nötige Planungssicherheit für ihre Anbausaison 2021", sagte EPA-Leiter Andrew Wheeler. Die Zulassungen betreffen die Produkte Xtendi Max von Bayer und Engenia von BASF sowie Tavium Plus der Schweizer Syngenta. Die Entscheidung der EPA ist umstritten. Im Juni 2020 hatte ein Gericht in San Francisco dem Umweltamt Fehler bei der 2018 erteilten Zulassung bescheinigt und den Verkauf von Dicamba gestoppt.