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dpa

Von dpa

Do, 09. September 2021

Südwest

"Heilerin" erbeutet Geld — Wolf reißt neun Tiere — Selbstgebaute Bomben — Kritik an "Elterntaxis" — Mit Messer bedroht

GÖPPINGEN

"Heilerin" erbeutet Geld

Eine angebliche Heilerin hat einer 74-Jährigen in Göppingen so viel Angst gemacht, dass diese Bargeld und Wertsachen an die Betrügerin aushändigte. Die Unbekannte habe der Rentnerin auf einem Parkplatz erklärt, dass ein Fluch auf ihr laste, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Zusammen mit einer Komplizin überredete sie demnach die Rentnerin, Geld und Schmuck herbeizuschaffen, um sie dann – in ein Tuch gehüllt – rituell zu reinigen. Die 74-Jährige erhielt das Tuch danach zurück, stellte aber zu Hause fest, dass darin nur Altpapier eingewickelt war. Wie viel die Betrügerinnen erbeuteten, wollte die Polizei nicht bekanntgeben.

BAD RIPPOLDSAU

Wolf reißt neun Tiere

Ein Wolf aus den Alpen oder Italien soll für den Tod von neun Schafen im Nordschwarzwald verantwortlich sein. Zunächst seien sieben Tiere in der Gemeindeebene von Bad Rippoldsau-Schapbach im Kreis Freudenstadt gerissen worden, teilte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg am Mittwoch mit. Einige Tage später habe der Wolf mit dem wissenschaftlichen Namen GW2120m im Gemeindegebiet von Nordrach im Ortenaukreis zwei weitere Ziegen erwischt. Ende Mai sei der Rüde auch in Schramberg nachgewiesen worden. Bad Rippoldsau-Schapbach und Nordrach liegen laut Umweltministerium im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald, in dem zwei Wölfe heimisch sind. HEIDELBERG

Selbstgebaute Bomben

Weil er mit selbstgebauten Sprengsätzen auf Lebensmittelunternehmen mutmaßlich Geld erpressen wollte und dabei mehrere Menschen verletzt hat, steht seit Montag ein 66-Jähriger vor dem Landgericht Heidelberg. Dem Deutschen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren. Zum Prozessauftakt bestritt der Elektriker jeden Zusammenhang mit den Taten.

STUTTGART

Kritik an "Elterntaxis"

Vor dem Schulstart nach den Sommerferien fordern Verbände ein Ende des "Elterntaxis" für den Weg zur Schule. Kinder müssten sich zu Fuß, mit dem Fahrrad Roller auf den Weg machen, teilten das Deutsche Kinderhilfswerk, der Verband Bildung und Erziehung und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit. Das Mobilitätsverhalten von Kindern werde von den Eltern geprägt, sagte die VCD-Vorsitzende Kerstin Haarmann: "Werden sie mit dem Elterntaxi zur Schule gebracht, steigen sie auch später eher ins Auto."

ROTTENBURG

Mit Messer bedroht

Nachdem ein Mann in der Innenstadt von Rottenburg mehrere Menschen mit dem Messer bedroht haben soll, ist er laut Polizei in die Psychiatrie eingeliefert worden, nachdem der Haftrichter einen Unterbringungsbefehl erlassen hat. Es wird wegen Bedrohung und versuchten Mordes ermittelt.