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dpa

Von dpa

Do, 11. August 2022

Wirtschaft

Transit wieder möglich — Arbeitgeber muss zahlen — Fast wie vor der Krise — Eventim haftet nicht — Geringerer Gewinn

PIPELINE DRUSCHBA

Transit wieder möglich

Der unterbrochene Transit von russischem Öl über die Pipeline Druschba (Freundschaft) nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei könnte bald wieder aufgenommen werden. Ein Sprecher der slowakischen Raffinerie Slovnaft teilte mit, sowohl die Ukraine als auch Russland hätten einem Kompromissvorschlag zugestimmt. Demnach würden die ungarische Raffineriefirma MOL und ihre Slowakei-Tochter Slovnaft vorerst die Transitgebühren an die Ukraine bezahlen. Slovnaft habe eine erste Zahlung überwiesen.

HARTE QUARANTÄNEREGELN

Arbeitgeber muss zahlen

Arbeitgeber müssen Beschäftigte grundsätzlich weiter bezahlen, wenn sie härtere Quarantäneregeln als behördlich vorgeschrieben für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten erlassen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht (5 AZR 154/22). Den Präzedenzfall lieferte ein Lebensmittelhersteller aus Berlin. Der Kläger, ein Urlaubsrückkehrer aus der Türkei, hatte ein Betretungsverbot für seinen Betrieb trotz negativen Corona-Tests. Er wehrte sich erfolgreich gegen die Regelung, die während der verordneten vierzehntägigen Quarantäne keine Bezahlung vorsah. DEUTSCHLANDTOURISMUS

Fast wie vor der Krise

Der Deutschland-Tourismus hat im Juni nahezu das Niveau vor der Corona-Krise erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Übernachtungen von Reisenden mit 48,9 Millionen nur noch um 3,4 Prozent unter dem Niveau des Juni 2019.
AUSGEFALLENE EVENTS

Eventim haftet nicht

Ticketkäufer, deren Veranstaltung in der Corona-Pandemie ausfallen musste, können ihr Geld nicht von Internetportalen wie Eventim zurückfordern. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs hervor. Ansprüche gibt es demnach nur gegen den Veranstalter. (Az. VIII ZR 329/21)
EON

Geringerer Gewinn

Deutschlands größter Energieversorger Eon rechnet mit weiter steigenden Strom- und Gaspreisen für Endkunden. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 60 Prozent auf 52,8 Milliarden Euro. Bis Ende Juni ging der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) um 15 Prozent zurück auf 4,1 Milliarden Euro.