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dpa

Von dpa

Do, 30. Juli 2020

Ausland

Hackerangriff aus China — Neue Kampfjets — Kauf von Remdesivir

VATIKAN

Hackerangriff aus China

Chinesische Hacker sind einem Bericht zufolge in Computer des Vatikans eingedrungen. Betroffen sei auch ein Büro des Heiligen Stuhls in Hongkong, schrieb die New York Times. Sie bezog sich dabei auf eine Untersuchung von Recorded Future, einem privaten Cyber-Sicherheitsunternehmen in den USA. Dieses machte eine vom chinesischen Staat unterstützte Gruppe namens Red Delta für die Hacker-Angriffe verantwortlich. Das Außenministerium in Peking distanzierte sich von den Berichten.

INDIEN

Neue Kampfjets

Die ersten fünf von insgesamt 36 Kampfflugzeugen aus Frankreich sind in Indien angekommen. Indien hatte die Rafale-Flieger bereits 2016 für 8,78 Milliarden Dollar bestellt, aber kürzlich infolge der gegenwärtigen Spannungen mit dem Nachbarn China um eine raschere Lieferung gebeten. Die fünf Flieger sind der erste Kampfjetzuwachs in Indien seit zwei Jahrzehnten. Die Flieger würden jegliche Bedrohung abschrecken, schrieb der Verteidigungsminister außerdem.

EU

Kauf von Remdesivir

Zur Versorgung von 30 000 schwerkranken Covid-19-Patienten mit dem Mittel Remdesivir hat die EU-Kommission einen Bezugsvertrag mit dem Hersteller Gilead geschlossen. Der Wirkstoff, die bisher einzige in Europa zugelassene Arznei gegen schwere Fälle von Covid-19, werde ab Anfang August geliefert, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Die Menge reiche für den dringenden Bedarf in der EU und Großbritannien und werde gerecht verteilt. Remdesivir war am 3. Juli zur Behandlung von Covid-19-Patienten ab zwölf Jahren zugelassen worden, die an einer Lungenentzündung erkranken und zusätzlich Sauerstoff benötigen. Kurz vorher hatte die US-Regierung eine Vereinbarung mit Gilead Sciences bekannt gemacht, wonach sie praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft habe. Die EU-Kommission zeigt sich aber sicher, mit dem jetzt geschlossenen Vertrag "den derzeitigen Bedarf in den kommenden Monaten zu decken". Die Kosten bezifferte sie auf 63 Millionen Euro.