Kuscheln am Kachelofen

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Von dpa

Mi, 03. März 2021

Haus & Garten

Kaminöfen bringen Wärme und eine angenehme Atmosphäre in die Wohnstuben.

An kühlen Tagen sorgt ein Kamin im Wohnzimmer für gemütliche Stunden. Schon die Römer wussten das wärmende Feuer im Haus zu schätzen. Das Prinzip des Kaminofens hat sich bis heute nicht geändert. Mit Ausnahme einiger technischer Neuerungen, etwa um weniger Feinstaub zu produzieren.

"Die jüngsten Modelle sind so konstruiert, dass das Holz gleichmäßig brennt, wodurch die Emissionen stark zurückgehen", erklärt der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik. Außerdem sind Kaminöfen zunehmend mit Wärmespeichern ausgestattet. "So erwärmt der Ofen den Raum noch Stunden, nachdem das Feuer erloschen ist."

Ein optischer Trend zur Heizsaison sind dickere Sichtfenster. "Sie sind stärker beschichtet, damit nicht zu viel Wärme entsteht", sagen die Experten. Das helfe besonders in gut gedämmten Häusern, saunaähnliche Temperaturen zu vermeiden. Beim Design orientieren sich die Ofenbauer an Möbel- und Wohntrends. So sind schlanke und hohe Öfen weit verbreitet, gefolgt von Varianten, die sich durch ihre quadratische oder rechteckige Form nahezu gleichförmig in das Mobiliar integrieren lassen. Freihängende Öfen und schwebende Modell sind weitere Beispiele für moderne Lösungen.

An der Oberflächengestaltung verändert sich wenig, dennoch sehen Experten einen Trend zu mehr Individualität. Alle Kachelfarben sind verfügbar, manche Hersteller haben sich zahlreiche Muster einfallen lassen. Mit Stahl verkleidete Öfen gibt es ebenso vor allem in Grau bis Schwarz, dazu kommen Dekorelemente in Trendfarben. Rückläufig sind offenbar Verkleidungen aus Speckstein und Naturstein, Putz, auch in Kombination mit Kacheln, sieht man indes wieder häufiger.

Die Entscheidung für einen Ofen hängt neben den Trends auch vom persönlichen Einrichtungsstil ab. Großformatige Kacheln werden gewählt, wenn es modern aussehen soll. Für den nordischen Stil gibt es runde Säulenöfen mit glänzenden Kacheln sowie den klassischen Schwedenofen aus verziertem Gusseisen oder Stahlblech. Im puristischen Neubau geht der Trend zu großformatigen, matten Kacheln. Und für den Retro-Stil ist das klassische Kachelformat von früher gefragt. Bleibt noch die Frage der Befeuerungsart: Der Großteil der Öfen wird auch heute noch mit Scheitholz befeuert.

Kamine und Kaminöfen werden in der Regel als Zusatzheizung betrieben, getrennt vom Heizungssystem. Wasserführende Modelle lassen sich mit der Heizung kombinieren. So gelangen je nach Hersteller etwa zwei Drittel der erzeugten Wärme über einen Pufferspeicher in den Heizkreislauf und die Warmwasserversorgung. Wer die Feuerstelle als richtige Heizung nutzen möchte, sollte einen Pelletofen wählen. Vor allem in Neubauten bietet es sich an, den Pelletofen direkt an das Heizwassersystem anzuschließen.