BZ-Interview

Jürgen Grässlin zur Munitionsfabrik in Lahr: "Saltech hat keine Skrupel"

Manfred Dürbeck

Von Manfred Dürbeck

Sa, 02. September 2017

Lahr

BZ Plus Über das Unternehmen, seine strategischen Ziele und damit verbundene Implikationen hat Manfred Dürbeck mit Jürgen Grässlin gesprochen, dem Vorsitzenden des Rüstungsinformationsbüros.

LAHR. Das Schweizer Rüstungsunternehmen Saltech hat mit dem Zweckverband Industrie- und Gewerbepark Raum Lahr (IGP, die als Startklahr firmiert) Kontakt aufgenommen, weil sie auf dem ehemaligen Flugplatzareal eine Munitionsfabrik errichten will. Angeblich soll dort Munition für deutsche Sicherheitskräfte, unter anderem die baden-württembergische Polizei, hergestellt werden.

BZ: Die Befürworter der Ansiedlung auf dem Zweckverbandsareal verweisen darauf, dass mit Munition made in Lahr nur die baden-württembergische Polizei und staatliche Sicherheitsorgane in Deutschland und Ländern der Nato ausgerüstet werden. Dagegen ist ja wohl nichts einzuwenden?

Grässlin: Ich habe nichts dagegen einzuwenden, dass die Polizei in Deutschland für die innere Sicherheit mit Munition ausgerüstet wird. Die Frage ist, ob Saltech damit nicht von dem ablenkt, was das Unternehmen tatsächlich vorhat.

BZ: Was hat die Firma nach ihrer Ansicht denn vor?

Grässlin: Bei Saltech handelt es sich um ein Rüstungsunternehmen, das Übungs- und Einsatzmunition herstellt, von 5,56 Millimeter über 7,62 bis 12,7 Millimeter. Damit bedient Saltech die gesamte Palette von Sturmgewehren bis zu Maschinen- und Scharfschützengewehren. Und das für Polizei und Militär als Zielgruppe in aller Welt. Wenn man nur den deutschen Markt im Blick hätte, würde man nicht internationale Rüstungsmessen besuchen und dort den Verkauf der ...

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