Finanzspritze für Riegeler Wahrzeichen

Land fördert die Sanierung der Stützmauer an der Michaelskapelle

Martin Wendel

Von Martin Wendel

Do, 11. August 2022 um 18:00 Uhr

Riegel

Die Stützmauer rund um die Michaelskapelle muss saniert werden. Die Kosten werden bislang auf rund 150 000 Euro geschätzt werden. Vom Land kommen knapp 25 000 Euro aus der Denkmalförderung.

Die Stützmauer rund um die Michaelskapelle muss saniert werden. Kirchengemeinde und Freundeskreis bemühen sich um die Finanzierung des Vorhabens, dessen Kosten bislang auf rund 150 000 Euro geschätzt werden. Jetzt kam eine erfreuliche Nachricht aus Stuttgart: Das Land bezuschusst die Arbeiten aus Mittel der Denkmalförderung mit 24 830 Euro.

Großer Einsatz für den Erhalt der Kapelle

Die Nachricht dürften die Beteiligten in Riegel gern vernommen haben, allerdings mit einem gewissen Zucken: Denn sowohl das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen als auch die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Gentges als Betreuungsabgeordnete für den Wahlkreis Emmendingen schreiben in ihren Mitteilungen von der "Ruine Michaelskapelle". Dass die Kapelle weit weg von einer Ruine ist, ist nicht zuletzt dem Verein der Freunde der Michaelskapelle zu verdanken, der in den Vergangenheit vieles an Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten mit ermöglicht hat.

40 000 Euro Spenden hat der Freundeskreis schon gesammelt

Auch jetzt ist der Freundeskreis aktiv. Er hat laut Auskunft seines Vorsitzenden Karsten Rodday bislang rund 40 000 Euro an Spendengeldern für die Mauersanierung gesammelt. Ziel sei es, möglichst die Hälfte der Gesamtkosten über Spenden zu finanzieren, sagt Rodday, doch angesichts der aktuellen Situation und überall steigender Kosten könnte das schwierig werden. Der Verein freue sich einfach über Unterstützung, betont Rodday. Er freut sich über die Zusage, denn im Vorfeld sei unklar gewesen, ob die Mauer von der Denkmalpflege als Umfassungs- oder als Stützmauer gesehen werde. Nur für letztere gebe es Geld.

Gentges: Wichtige Identitätsanker im Stadtbild

Sie freue sich über die Förderung, betont Marion Gentges: "Historische Gebäude prägen das Stadtbild und sind Sinnbild unserer Kultur. Mit der Förderung stellen wir sicher, dass auch zukünftige Generationen Denkmäler vor Ort hautnah erleben können und wichtige Identitätsanker im Stadtbild erhalten bleiben."

Der überwiegende Anteil der Fördermittel stammt laut Gentges und Ministerium aus den Erlösen der staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Die Michaelskapelle ist eines von 75 Kulturdenkmalen, für die nun insgesamt 6,3 Millionen Euro freigegeben wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.denkmalpflege-bw.de