Bedeutende Finanzinstitute

Landesbausparkassen Südwest und Bayern wollen fusionieren

dpa, Bernd Kramer

Von dpa & Bernd Kramer

Mo, 16. Mai 2022 um 18:42 Uhr

Wirtschaft

Die Landesbausparkassen (LBS) im Südwesten und in Bayern sollen verschmelzen. Die LBS Südwest wird von Stefan Siebert geführt. Er war früher Vorstand der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Die Landesbausparkassen im Südwesten und in Bayern sollen miteinander verschmelzen. Die Gremien der Sparkassenverbände von Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz teilten am Montag gemeinsam den Beschluss mit, in konkrete Gespräche über eine Fusion einzutreten.

Mit einer Fusion entstünde nach eigenen Angaben die mit Abstand größte Landesbausparkasse Deutschlands. Gemeinsam kämen die Institute auf eine Bilanzsumme von rund 37 Milliarden Euro, 3,5 Millionen Bausparverträge und eine Bausparsumme von 147 Milliarden Euro.

Seit 2019 ist der Volkswirt Stefan Siebert Chef der LBS Südwest

Die LBS Südwest ist in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aktiv, Träger sind zu 87,5 Prozent der Sparkassenverband Baden-Württemberg und zu 12,5 Prozent der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz. Chef der LBS Südwest ist der Südbadener Stefan Siebert. Er stammt aus Kenzingen. Von 2002 bis 2009 war er für das Privatkundengeschäft der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau verantwortlich. Von 2010 bis 2017 leitete er als Vorstandsvorsitzender die Sparkasse Baden-Baden/Gaggenau. Seit 2019 ist der Volkswirt Siebert Chef der LBS Südwest. 2021 lag der deren Betriebsgewinn stabil bei 22 Millionen Euro. Neue Bausparverträge mit einer Summe von 8,73 Milliarden Euro wurden abgeschlossen.

Sitz soll in Stuttgart und in München sein

Die LBS Bayern wird zu 100 Prozent durch den Sparkassenverband Bayern getragen. Zusammen beschäftigten die beiden Finanzinstitute Ende 2021 rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die künftige LBS Süd solle ihren Sitz in Stuttgart und München haben. Am Mainzer Standort solle es eine Landesdirektion für Rheinland-Pfalz geben. Auch in Karlsruhe solle es einen Standort geben.

"Mit der LBS Süd wollen wir durch die Vereinigung der zwei im Markt hervorragend positionierten Häuser eine starke Bausparkasse in der wirtschaftlich stärksten Region Deutschlands schaffen", hieß es in der Mitteilung.