Lauchringen/Lörrach

Lauffenmühle: Belegschaft will bis zum letzten Tag weiterkämpfen

hüf

Von hüf

So, 14. April 2019 um 20:00 Uhr

Lörrach

Die Lauffenmühle steht für Qualität und sturmerprobte Mitarbeiter, ist die Haltung der Belegschaft bei einer Protestkundgebung. Die Politik solidarisiert sich mit den Demonstranten.

Für viele Beschäftigte des Textilunternehmens Lauffenmühle ist das letzte Wort über das endgültige Aus noch nicht gesprochen. Bei einer Protestkundgebung am Firmensitz in Lauchringen erhielten sie Zuspruch von Seiten der Politik und der Gemeinde.

Hunderte Beschäftigte, Familienangehörige, Lauchringer und Abgeordnete vom Zweigwerk in Brombach kamen am Samstag zu der Veranstaltung. Einhellig sprachen sich die Redner für den Erhalt der mehr als 240 Arbeitsplätze aus. Verstärkung erhielten sie zudem von anderen Unternehmen aus der Region, so den Aluminiumwerken Wutöschingen und der Feinwerktechnik Hago aus Küssaberg.

Mit dem Satz "ihr habt’s verdient", stärkte IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Franz Ritter den Mut der Lauffenmühle-Beschäftigten. Nicht aufgeben, lautete seine Botschaft, denn sie hätten in den vergangenen Jahren Spitzenleistungen erzielt. Er forderte alle, die an den Gesprächen mit den möglichen Investoren beteiligt sind, auf, noch einmal auf diese zuzugehen und zu sagen, wie gut die Beschäftigten sind."Wir sind das Kämpfen gewöhnt, wir kämpfen bis zum letzten Tag", versicherte Betriebsratsvorsitzender Murat Atalay. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner betonte, er stehe heute an der Seite der Protestierenden und sagte seine politische Unterstützung zu.

Redner für Weiterführung des Unternehmens

Am Montag werde er der Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) persönlich einen Brief zur Situation der Lauffenmühle überreichen.Wenn eine Firma wie dieses Unternehmen nicht weiter geführt werden kann, laufe etwas in der Gesellschaft falsch, meinte Jonas Hoffmann, SPD-Kandidat im Wahlkreis Lörrach-Müllheim. Er vertrat die Wahlkreisabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. SPD-Gemeinderatskandidat Philipp Schmidt-Wellenburg aus Lauchringen zeigte sich ebenfalls solidarisch mit den Beschäftigten.

Nachdenkliche Töne stimmte Bürgermeister Thomas Schäuble an. Der Firmensitz sei vom Unternehmen geprägt und die Beschäftigten bräuchten sich mit ihren Leistungen nicht zu verstecken. Er appellierte an sie, bis zum Ende der Produktion ihre Leistung zu bringen und diese Zeit durchzustehen. Nur so könne ausreichend Geld für einen Sozialplan erwirtschaftet werden.Einmütig warben alle Redner auf dem Podium für eine Weiterführung des Unternehmens. Fast gleichlautend war von ihnen zu hören: "Sehr geehrte Investoren, wenn sie Qualität wollen, sturmerprobte Mitarbeiter, dann sind sie bei der Lauffenmühle richtig."

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