Von Säcklerinnen, Trachtenhütern und jungen Leuten

Lederhosen verbinden in Salzburg

Ulrike Ott

Von Ulrike Ott

Sa, 12. Januar 2019 um 08:00 Uhr

Reise

BZ-Plus Traditionen und Trends werden in Salzburg gelebt – seit geraumer Zeit treffen sich Lederhosenfans jeden ersten Donnerstag im Monat zum Lederhosenclubbing.

Donnerstagmorgen in Salzburg. Christian Eibl, 35, steigt in eine seiner Krachledernen. Der Marketingmanager, smart mit Bart und modisch dunkel umrandeter Brille, hat ein halbes Dutzend davon daheim im Kasten hängen hat. Braune, grüne, schwarze, die meisten aus Hirschleder, weich wie Butter und mit grazilen Stickereien auf dem Hosenlatz. Die Füße steckt er in gestrickte Socken und etwas ausgetretene Turnschuhe. Ein T-Shirt dazu und fertig ist die hippe Kluft, auf die es Eibl und seinem Spezi Georg Klampfer, 34, ankommt.

Seit die beiden in der Festspielstadt den Lederhosendonnerstag ins Leben gerufen haben, gehen sie donnerstags nie mehr ohne Lederhose aus dem Haus. Sommer wie Winter und egal, wohin sie müssen: ins Büro, ins Theater oder in den Biergarten. Und viele junge Salzburger tun es ihnen nach. 52 Mal im Jahr.

Eibl erzählt die Geschichte des Lederhosendonnerstags wahrscheinlich schon zum 100. Mal, als wir uns in der Nähe des berühmten Doms in einem Gasthaus treffen. Ein für Salzburg typisches schmales Altstadtgebäude mit steilen Treppen und Speiseräumen, die den Eindruck machen, als seien sie übereinandergestapelt. Am Nebentisch serviert der Ober hauchdünn geklopfte Schnitzel mit Preiselbeeren und dampfenden Erdäpfeln.

Zum Essen hat Eibl keine Zeit. Er tippt auf seinem Smartphone und sucht nach witzigen Posts von der Aktion, die im August 2013 auf Instagram startete und sofort ein Hit wurde. Rund 3000 Fans kommunizieren seither im Netz miteinander und es gibt massig Beweisfotos von wildfremden Menschen im Trachtengewand – ganz egal, ob sie ...

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