Leserbriefe

Gisela Stocker, Günter Hog

Von Gisela Stocker, Günter Hog (Ettenheim)

Fr, 26. Februar 2021

Ettenheim

BEBAUUNG BADWIESE
Nur genehmigen, wenn Café eingerichtet wird
Zu den Plänen für eine Bebauung der Badwiese in Ettenheimmünster ("Ohnemus verteidigt das Wohnprojekt"/ BZ vom 19. Februar).

In dem Artikel lobt Ortsvorsteherin Rita Ohnemus die gute Infrastruktur in Ettenheimmünster. Tatsache ist aber, dass es keinen Lebensmittelladen, keine Arztpraxis, keine Grundschule, keine Gastwirtschaft, keine Kneipe oder Café gibt.

Auch die Internetverbindungen sind unzureichend, sodass Homeoffice schwierig ist. Wegen der unausgereiften Telefoninfrastruktur wird jedes zweite Telefongespräch im Festnetz künstlich abgebrochen und man muss wieder neu wählen. Schlimm ist es, wenn jemand von extern anruft, dann muss man in diesem Fall erst mal die Nummer suchen.

Zusätzlich sind wir verwundert, dass Frau Ohnemus gerne die idyllische Ruhe von Ettenheimmünster hervorhebt. Wenn ich sonntags bei schönem Wetter auf unserem Balkon sitze, höre ich von weitem den Motorradlärm in der Münstertalstraße krachen.

Bei diesem neuen Wohnprojekt fällt mir die Entscheidung schwer. Gerüchten zu Folge muss auch damit gerechnet werden, dass das Seniorenheim Richtung Hinterdorf in unabsehbarer Zeit schließen soll. Wäre dies nicht auch eine alternativer Ort für das neue Wohnprojekt? Es ist davon auszugehen, dass in das neue Wohnhaus sozial und finanziell schwächer gestellte Menschen einziehen werden. Für die steht hier jedoch kein direktes Hilfsnetzwerk wie in Lahr oder Freiburg zur Verfügung. Eine Genehmigung sollte nur unter der Bedingung erteilt werden, dass im Erdgeschoss ein Café eingerichtet wird.

Gisela Stocker, Günter Hog, Ettenheim

MÜLLSAMMLER IN SCHWANAU
Danke, Nicklas!
Die Initiative "Schwanau bleib(t) sauber!" hat im Oktober zuletzt Müll eingesammelt. Jetzt hat ein junger Bürger auf Eigeninitiative viel Unrat im Ort beseitigt ("Ein junger Müllsammler", BZ vom 19. Februar).
Ein Lichtblick am Horizont in diesen düsteren Zeiten. Habe mich riesig über den Artikel vom Müllsammler in Schwanau gefreut. Es gibt doch noch verantwortungsbewusste junge Menschen, und daher möchte ich meine Wertschätzung aussprechen und den Hut ziehen vor Nicklas Meier. Super – losziehen und was tun!

Wir waren vor Kurzem am Hünersedelturm in Freiamt und sehr empört, dass man es nicht schafft, den Abfall zum Beispiel eines Vespers und weiteren Müll zwei Meter weiter zu einem bereitgestellten Müllbehälter zu entsorgen! Kann das sein, dass man alles fallen lässt? Nächstes Mal habe ich auch eine Greifzange für den Müll dabei, denn wir müssen selbst was tun und nicht nur reden und schimpfen. Danke Nicklas, du bist ein großes Vorbild!Sonja Conrad, Herbolzheim