Leserbriefe

Rita Prinzen (Freiburg-Haid )

Von Rita Prinzen (Freiburg-Haid )

Do, 15. Oktober 2020

Münstertal

MOBILFUNK IN MÜNSTERTAL

Auswirkungen auf die Gesundheit bedenken
Zu "Neuer Funkmast im Münstertal" (BZ vom 26. September) schreibt eine Leserin:

Die einen freut es, die anderen stimmt es bedenklich. Im Artikel wird – wie so oft – nur eine Seite erwähnt, nämlich die Verbesserung des Empfangs, im konkreten Fall für Telekom-Kunden in Münstertal. Die potentiellen gesundheitlichen Auswirkungen von Mobilfunk werden nicht erwähnt. Stellen Sie sich vor, Sie kommen abends nach der Arbeit nach Hause und je länger Sie sich in ihrer Wohnung aufhalten, desto mehr nehmen ihre Kopfschmerzen zu und desto erschöpfter fühlen sie sich. Erholung in den eigenen vier Wänden ist für sie kaum noch möglich. So kann es Menschen ergehen, deren äußere Belastung durch elektromagnetische Felder unter anderem des Mobilfunks – in der Regel über einen längeren Zeitraum – die Kompensationsmöglichkeiten des Organismus übersteigen. Momentan leidet nur eine Minderheit bewusst unter dieser Situation. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Problem auf individueller Ebene nur unzureichend gelöst werden kann. Schutzmaßnahmen in den eigenen vier Wänden, wie beispielsweise ein Baldachin zur Abschirmung, sind schnell mit hohen Kosten verbunden. Ironischerweise lehnen Krankenkassen einen Zuschuss mit der Begründung ab, es handle sich bei dem Spezialbaldachin um einen "handelsüblichen Gebrauchsgegenstand, der üblicherweise von den meisten Menschen genutzt wird. Hierzu zählen die Gegenstände, die allgemeine Verwendung finden und üblicherweise von einer großen Zahl von Menschen genutzt werden." In Anbetracht dieser Bezeichnung frage ich mich, ob doch schon mehr Menschen betroffen sind, als allgemein bekannt ist. Ich bin nicht gegen Mobilfunk, wünsche mir aber eine respektvolle, fakten- und erfahrungsbasierte breite gesellschaftliche Diskussion zum Thema und mehr Schutz für die Betroffenen.

Rita Prinzen, Freiburg-Haid

TEMPO 30 IN STAUFEN
Man fühlt sich an Schilda erinnert
Zum Artikel "Tempo 30 wird in Staufen ausgeweitet" (BZ vom 2. Oktober) erreichte uns folgender Leserbrief:
Da muss man sich doch an Schilda erinnert fühlen. Nach Freigabe des ersten Bauabschnittes der Großen Umgehung von Staufen sollen die Autofahrer, die in Richtung Münstertal fahren, zunächst die Umgehung bis zum Kreisverkehr Grunerner Straße benutzen und dann an Schulzentrum und Neubaugebiet vorbei beim Kapuzinerhof wieder auf die Münstertäler Straße abbiegen. Das ist hanebüchen und kommunalpolitischer Unfug. Wer nun aber auch noch diejenigen, die ihren Weg in Richtung Münstertal auf der bisherigen L 123 durch Staufen nehmen, damit vergrämen will, dass man eine ganztägige Tempo-30-Zone ausruft, der vollendet diesen Schildbürgerstreich.

Hinzu kommt, dass diese Maßnahme natürlich auch handfeste Auswirkungen auf den sogenannten Ziel- und Quellverkehr in Staufen hat. Das hat ja auch gravierende Auswirkungen auf die Staufener Geschäftswelt und die gesamte Bevölkerung. Gott sei Dank gibt es noch Volksvertreter wie Klaus Natterer, der in der Gemeinderatssitzung laut Badischer Zeitung dieses Vorgehen als das bezeichnete, was es ist: Nämlich falsch oder zumindest zum falschen Zeitpunkt. Die Stadt Staufen täte gut daran, das Landratsamt dazu zu bewegen, die Entscheidung über die Tempo-30-Zone in der Neumagen- und Münstertäler Straße solange aufzuschieben, bis der zweite Bauabschnitt der Umgehungsstraße fertiggestellt ist.

Benjamin Sutter, Münstertal