Leserbriefe

Claudia Sielaff vom Tierschutzverein

Von Claudia Sielaff vom Tierschutzverein (Wehr)

Mo, 25. November 2019

Wehr

SPENDEN AN VEREINE
Gemeinderat scheint sich nicht zu interessieren
Zum Artikel "Im Ratsrund entfacht sich Diskussion um Spenden" in der BZ vom 23. November.
Zwei Kätzchen in einer verlassenen Wohnung, ein schwerkranker Kater auf einer Kreuzung, ein allein gelassener winselnder Welpe, eine umherirrende Katze, die von niemanden vermisst wird, Hasen, die der Kälte ausgesetzt, im Schlamm sitzen – das ist allein die Bilanz des Tierschutzvereins Wehr-Öflingen der letzten Woche. Notfälle, um die wir uns kümmern mussten, die Tierarzt-, Unterbringungs- und hohe Folgekosten verursachen, die der Tierschutz allein über Mitgliedsbeiträge, Spenden tierlieber Mitbürger und Zuwendungen der Stadt für Fundtiere finanzieren muss. Diese Arbeit leisten fünf ehrenamtliche Helfer. Hätten wir keinen Tierschutzverein, wäre es Aufgabe der Stadt, sich dieser Fälle anzunehmen. Deshalb ist es für uns ein Affront, dass man uns bei der Verteilung der Spendengelder in keiner Weise berücksichtigt hat. Der Gemeinderat – Herr Erhart und Herr Tussing seien ausgenommen – scheint sich für unsere Arbeit nicht zu interessieren, das Wohl der Tiere scheint ihn nichts anzugehen. Wir haben keine Sponsoren, fahren mit unseren Privatautos zu den Einsätzen. Umso enttäuschender finden wir es, dass der selbstlose Einsatz für unsere Mitgeschöpfe bei den Verantwortlichen unserer Stadt nichts zählt. Die Setzung von Prioritäten bei der Vergabe von Spendenmitteln wird immer strittig sein, aber es ist kritisch abzuwägen, ob diese der Finanzierung von Freizeitaktivitäten oder der Linderung der Not der Schwächeren dienen sollten.
Claudia Sielaff vom Tierschutzverein, Wehr